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Was wurde in der Vergangenheit bereits getan?

Berlin hat sich bereits mit dem Thema Lärmminderung im Straßenverkehr befasst, bevor es gesetzliche Verpflichtungen dazu gab. Im Januar 2009 verabschiedete der Berliner Senat dann den aktuell geltenden, ersten Lärmaktionsplan (Lärmaktionsplan 2008). Es wurden 92 konkrete Maßnahmen festgelegt, mit denen der Verkehrslärm in der Stadt verringert werden soll.

Mittlerweile sind fast drei Viertel (73 %) der im Aktionsplan beschriebenen kurzfristigen Maßnahmen umgesetzt (Stand November 2012). Es lässt sich feststellen, dass Berlin gegenüber der Ausgangssituation 2007 leiser geworden ist: Die neuen Lärmkarten zeigen, dass der Lärm für ca. 40.000 Anwohnerinnen und Anwohner von Hauptverkehrsstraßen reduziert wurde. Dieser Erfolg – bei angespannter Haushaltslage - wurde beispielsweise durch die Stärkung lärmarmer Verkehrsarten wie Fahrrad, Bus und Bahn, den Einsatz lärmmindernder Asphalte, ein nächtliches Geschwindigkeitskonzept oder Gleissanierungen für die Straßenbahn und Kurvenschmiereinrichtungen bei der U-Bahn erreicht.

Durch das von der Bundesregierung aufgelegte Konjunkturpaket II wurde es möglich, zusätzlich Lärm zu mindern: Es konnten weitere Straßen saniert werden, teilweise wurde dabei ein spezieller lärmmindernder Asphalt eingesetzt. Für einen Abschnitt der Frankfurter Allee wurde der Einbau von Lärmschutzfenstern gefördert.

Auch der Lärm an Bundesfernstraßen (Bundesautobahnen) wurde über Mittel des Bundes gemindert: Die Lärmsanierung in Teilbereichen der A100/ A111 (für die Paul-Hertz-Siedlung durch Optimierung der passiven Schallschutzmaßnahmen und im Bereich zwischen der AS Alboinstraße bis AS Oberlandstraße durch lärmmindernde Fahrbahnbeläge), der A115 (dort im 1. Grundinstandsetzungsabschnitt zwischen dem AK Funkturm bis AS Spanische Allee durch lärmmindernde Fahrbahnbeläge) und der A 103 (durch Einbau lärmmindernder Fahrbahnbeläge) sind bereits abgeschlossen bzw. begonnen. Weitergehende Sanierungsmaßnahmen über mögliche aktive oder erweiterte passive Schallschutzmaßnahmen entlang der A 100 und A 103 sind begonnen bzw. in Vorbereitung oder Prüfung.

Es gibt jedoch weiterhin einiges zu tun: Die im Aktionsplan 2008 festgehaltenen mittel- bis langfristigen Maßnahmen sind auf einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren angelegt. Für diese sind noch weitere Konkretisierungen und Abstimmungen erforderlich. Im Rahmen der Fortschreibung des Aktionsplans ist eine Weiterentwicklung und Realisierung der Empfehlungen angestrebt.