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Wie entsteht der Lärmaktionsplan?

Im Lärmaktionsplan werden die politischen Ziele und konkreten Maßnahmen festgelegt, mit denen der Verkehrslärm in Berlin reduziert werden soll. Dieser Plan wird alle fünf Jahre unter Beteiligung der Bevölkerung angepasst und weiterentwickelt. Jetzt ist es wieder soweit. Sehen Sie im detaillierten Überblick, was schon gelaufen ist und welche Schritte auf dem Weg zum Lärmaktionsplan Berlin 2013 noch anstehen:


seit 2007: Lärmaktionsplan 2008

  • Aktuell wird der Lärmaktionsplan 2008 überarbeitet. Dieser Plan wurde seit 2006 erarbeitet und im Januar 2009 beschlossen. Er enthält eine Vielzahl von Maßnahmen, die geeignet sind, den Verkehrslärm in Berlin zu reduzieren.

    Als Grundlage für den Aktionsplan dienen die sogenannten Verkehrslärmkarten. Sie zeigen, welchen Belastungen die Bewohnerinnen und Bewohner Berlins durch Straßen-, Schienen- und Luftverkehr ausgesetzt sind, wo es besonders laut ist, und wie viele Menschen betroffen sind. Darauf aufbauend wurde der Entwurf des Lärmaktionsplans durch die Senatsverwaltung entwickelt. Neben planungsbetroffenen Behörden, Parteien, Institutionen und Verbänden konnten sich auch die Bürgerinnen und Bürger vor der Verabschiedung des Lärmaktionsplans zu dem Plan äußern. Die Rückmeldungen führten zu einer überarbeiteten Version, die als Lärmaktionsplan 2008 vom Senat verabschiedet wurde. Laden Sie hier den Lärmaktionsplan Berlin 2008 herunter.

    Ein Großteil – etwa 75 % – der kurzfristigen Maßnahmen wurde in der Zwischenzeit bereits umgesetzt und führte zu Lärmreduzierungen, beispielsweise wurden für 40.000 Anwohner von Hauptverkehrsstraßen deutliche Lärmminderungen in der Nacht erreicht (mehr dazu unter „Was wurde in der Vergangenheit bereits getan?“).

    Derzeit arbeitet die Senatsverwaltung an der Aktualisierung des Lärmaktionsplans. Hierzu wurden in einem ersten Schritt die Lärmkarten überarbeitet (mehr dazu unter „Wo ist es laut?“).

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24. Januar – 22. Februar 2013: Öffentlichkeitsbeteiligung zum Lärmaktionsplan 2013

  • Pressekonferenz: 24. Januar 2013

    Am 24. Januar wurde die Öffentlichkeitsbeteiligung auf einer Pressekonferenz vorgestellt, um möglichst viele Berlinerinnen und Berliner über die Medien zu erreichen und zum Mitmachen aufzufordern.

  • Fachgremium: 24. Januar 2013

    Als Auftakt und Start in den Dialog lud die Senatsverwaltung Fachleute, Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Interessensgruppen und Initiativen, die sich mit dem Thema Lärm in Berlin beschäftigen, ein, um sie über den Prozess und das Verfahren zu informieren und mit der Bitte, die Öffentlichkeitsbeteiligung in ihren Netzwerken bekannt zu machen.

  • Öffentlichkeitsbeteiligung im Internet (moderierter Online-Dialog): 24. Januar – 22. Februar 2013

    Auf dieser Online-Plattform konnten alle Berlinerinnen und Berliner vier Wochen lang auf Lärmprobleme hinweisen, sich über Maßnahmen zur ihrer Reduzierung informieren und eigene Vorschläge machen und diskutieren. Sie konnten auch die Beiträge anderer kommentieren und bewerten. Im Fokus standen die Fragen: Wo ist es laut? Wie wird es leiser?

    Die Beiträge wurden moderiert und bei Bedarf von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Senatsverwaltung kommentiert. Alle Beiträge werden aktuell ausgewertet und fließen in die Überarbeitung der Fortschreibung der Lärmaktionsplanung Berlin 2013 ein. Zudem werden die zwanzig Teilnehmenden mit den besten Ideen eingeladen, ihren Vorschlag den Vertreterinnen und Vertretern der Senatsverwaltung vorzustellen und diesen mit ihnen zu diskutieren.

  • Feedback von Institutionen und Verbänden (Forum Lärmminderungsplanung): 29. Januar 2013

    Am 29. Januar 2013 fand eine Fachveranstaltung zur Lärmaktionsplanung für die Fachverbände und Interessensvertreter statt. Hier wurden weitere Hinweise aus Expertenkreisen zur Lärmminderungsplanung erfragt, dokumentiert und zusammengefasst.

  • Öffentlichkeitsbeteiligung in den Stadtteilen (Lärmwerkstätten): 12. Februar 2013 Spandau, 13. Februar 2013 Lichtenberg

    Die Lärmwerkstätten vertieften das Thema vor Ort: Wo ist es laut? Und wie soll es leiser werden? Hier konnten interessierte Anwohnerinnen und Anwohner miteinander diskutieren und für ihre Lärmprobleme Lösungen erarbeiten. Gleichzeitig war auch Raum, um mit den Fachleuten ins Gespräch zu kommen, Auskünfte über die Vorhaben zu erhalten und weitere Anregungen zu geben.

    Ergebnisse: Ergebnisprotokoll Lärmwerkstatt Spandau, Ergebnisprotokoll Lärmwerkstatt Lichtenberg

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ab März 2013: Überarbeitung und Beschluss Lärmaktionsplan 2013

  • Auswertung und Rückmeldung zur Öffentlichkeitsbeteiligung

    Alle Hinweise, die Sie zwischen dem 24. Januar und dem 22. Februar 2013 gegeben haben, werden aktuell ausgewertet und zusammengefasst. Die Senatsverwaltung gibt Ihnen hier auf der Online-Plattform eine öffentliche Rückmeldung zu den Vorschlägen – auf die Top 50 erhalten Sie auf jeden Fall einen schriftlichen Kommentar. Die Ideengeber der Top 20 werden zu einem Workshop eingeladen, bei dem die Vorschläge mit Fachleuten diskutiert und bewertet werden. Über den Newsletter (den Sie unter Newsletter abonnieren können) werden Sie darüber informiert, in welcher Form die Hinweise Eingang in den Entwurf des Lärmaktionsplans 2013 gefunden haben, und wie die Lärmaktionsplanung weitergeht. informiert.

  • Lärm-Fachworkshop

    Im Online-Dialog konnten Sie Vorschläge auch bewerten. Dadurch entstand eine Prioritätenliste aus Bürgersicht: Die 20 Beiträge, die besonders viele Teilnehmenden interessieren (meiste Bewertungen). Die Ideengeberinnen und Ideengeber werden eingeladen, Ihre Ideen im direkten Gespräch mit Fachleuten aus der Senatsverwaltung und den Bezirken zu diskutieren.

  • öffentliche Auslegung des Entwurfs des Lärmaktionsplans

    Zum Prozess gehört auch die öffentliche Auslegung des Lärmaktionsplanentwurfs. Die Auslegung gibt allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern noch einmal Gelegenheit, die vorgeschlagenen Maßnahmen und Erläuterungen einzusehen, zu überprüfen und gegebenenfalls Bedenken und Anregungen schriftlich geltend zu machen (Verfahren wird noch bekannt gegeben).

  • Auswertung der Stellungnahmen zum Entwurf, Überarbeitung des Entwurfs

    Die Eingaben der öffentlichen Auslegung werden ausgewertet und der Entwurf, wo nötig, ergänzt oder überarbeitet.

  • Senatsbeschluss (Herbst 2013)

    Im Anschluss wird der Entwurf im Senat diskutiert und voraussichtlich im Herbst 2013 verabschiedet. Danach geht der Plan als Lärmaktionsplan 2013 in die Umsetzung.

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