Berlin.de Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

Fahrradfreundliche Stadt=leisere Stadt!

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Straßenlärm Tag (bzw. 24h)

Fahrradfreundliche Stadt=leisere Stadt!

Liebe Stadtplaner/innen, bitte schaut euch in fahrradfreundlichen Städten wie Kopenhagen und Amsterdam an, wie Radfahren in Berlin noch attraktiver gemacht werden kann.

Jede Autofahrt, die durch eine Radtour ersetzt wird, macht Berlin leiser.

Eigene Auswahl möglicher Maßnahmen
Pflanzen von Bäumen
Eigener Maßnahmenvorschlag
Mehr Infrastruktur für Radfahrer/innen!
64 Teilnehmer/innen unterstützen den Vorschlag
0 Teilnehmer/innen sind neutral
2 Teilnehmer/innen lehnen den Vorschlag ab

Erklärung: Die Bewertung diente der Ermittlung einer Top20-Liste, weitere Infos dazu hier.

Rückmeldung der Senatsverwaltung: 

Viele der in der ersten Radverkehrsstrategie von 2004 vorgesehenen Maßnahmen wurden inzwischen umgesetzt. Dazu gehören attraktive Fahrradrouten, eine große Zahl von Stellplätzen an Bahnhöfen und Haltestellen, Fahrradstreifen an vielen Hauptstraßen sowie die Sanierung von nicht standardgerechten Radwegen. Insgesamt ist es gelungen, das Fahrrad als gesundes und leistungsfähiges Verkehrsmittel für Alltag und Freizeit stärker in das Bewusstsein der Stadtbewohnerinnen und -bewohner zu rücken. Seitdem hat der Radverkehrsanteil an den in der Stadt zurückgelegten Wegen auf gut 13 % zugenommen (gemessen im Jahr 2008), mit weiter steigender Tendenz.

Der Berliner Senat will die Bedingungen für Radfahrerinnen und Radfahrer im Stadtverkehr weiter verbessern, die Verkehrssicherheit erhöhen und neue Umsteiger auf das Fahrrad gewinnen. Durch die starke Zunahme des Radverkehrs, den demografischen Wandel, technische Entwicklungen – z.B. im Bereich der Elektrofahrräder – sowie durch die Weiterentwicklung des Rechtsrahmens und der Standards für Radverkehrsanlagen haben sich seit der ersten Radverkehrsstrategie neue Anforderungen ergeben.

Die Radverkehrsstrategie aus dem Jahr 2004 wurde deshalb grundlegend aktualisiert und an die heutigen Rahmenbedingungen und künftigen Herausforderungen angepasst. Sie enthält neben den Zielen und Leitlinien der Radverkehrsplanung 75 konkrete Maßnahmevorschläge und setzt dabei folgende Schwerpunkte:

Die vorhandenen Radwege und Radfahrstreifen sollen von Hindernissen freigehalten, regelmäßig instandgesetzt und – wo erforderlich und möglich – aktuellen Standards angepasst werden.

Das Fahrradrouten-Hauptnetz soll ausgebaut werden. Durch ergänzende Nebenrouten und fahrradfreundliche Aufwertung der Zentren, aber auch durch Maßnahmen zur Beschleunigung des Radverkehrs auf geeigneten Strecken sollen weitere Anreize geschaffen werden, Alltags- und Freizeitwege mit dem Rad zurückzulegen. Durch die Umgestaltung von Konfliktbereichen und eine Öffentlichkeitsarbeit, die zur gegenseitigen Rücksichtnahme auffordert, sollen Fahrradunfälle vermieden und die Verkehrssicherheit erhöht werden.

In einem „Masterplan Fahrradparken“ sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, Fahrräder – auch in größeren Zahlen - sicher und gut zugänglich an den Wohnorten und an wichtigen Zielen abzustellen.

Die Angebote für die Verknüpfung von Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln sollen weiter verbessert werden (Bike & Ride, Fahrradmitnahme, öffentliche Leihfahrräder).

Durch Informationen und Kampagnen, die die Vorteile des Fahrrads als gesunde, zweckmäßige und kostensparende Alternative zum Auto aufgreifen, sollen neue Nutzergruppen gewonnen werden, die bisher nur selten oder gar nicht Rad fahren. Auch Kinder und Jugendliche sollen frühzeitig motiviert werden, für ihre Wege das Fahrrad zu nutzen.

Aus diesen Maßnahmenbereichen wurden acht „Modellprojekte“ ausgewählt, die vorrangig umgesetzt werden sollen. Dazu gehören Infrastrukturmaßnahmen auf Haupt- und Nebenrouten und in den bezirklichen Nahbereichen, die Erprobung von innovativen Lösungen für den Radverkehr an Knotenpunkten und die fahrradfreundliche Koordinierung von Ampelschaltungen, ein Modellprojekt „fahrradfreundliche Einkaufsstraße“ sowie die Schaffung zusätzlicher Abstellanlagen.

Eine breit angelegte Kommunikationskampagne zur Verbesserung des Verkehrsklimas unter dem Motto „Rücksicht – noch besser als Vorsicht“ wurde bereits im vergangenen Jahr gestartet.

Bei der Erarbeitung der neuen Radverkehrsstrategie wurde erneut der „FahrRat“ intensiv einbezogen. Ihm gehören Vertreter verschiedener Senats- und Bezirksverwaltungen, der Polizei, der Verkehrsbetriebe, der Wissenschaft sowie der in Verkehrsfragen engagierten Initiativen und Verbände an. Sie sollen in ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen auch an der Umsetzung der Strategie mitwirken. Die neue Radverkehrsstrategie spiegelt weitestgehend einen Konsens des „FahrRats“ wider.

Im Vergleich zu Radverkehrsmetropolen wie Amsterdam oder Kopenhagen, in denen der Radverkehrsanteil die 20-Prozent-Marke überschritten hat, bleibt in Berlin noch einiges zu tun. Die neue Radverkehrsstrategie schafft dafür eine wichtige Grundlage und weist auch auf anzustrebende Verbesserungen bei der Finanz- und Personalausstattung hin. Die Förderung des Radverkehrs ist im Vergleich zu den meisten anderen Maßnahmen im Verkehrsbereich sehr kostengünstig. Mit begrenzten Mitteln konnten hier bereits in den letzten Jahren sehr vorzeigbare Ergebnisse erzielt werden.

Im Lärmfachworkshop wurde dargestellt, dass mit der Lärmaktionsplanung das Radwegekonzept der Verkehrsplaner der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt unterstützt wird.

Kommentar Nr. 1

Amsterdam

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Liebe Fahrrad-Freunde,

ich unterstütze den Maßnahmenvorschlag, aber bitte nicht nach Amsterdamer Vorbild. Dort werden die Radler auch an Straßenrand/ auf den Bürgersteig verbannt und noch dazu von Mopeds über'n Haufen gefahren. Das geht auch besser.

Bitte unterstützt auch folgenden Vorschlag:

https://leises.berlin.de/vorschlag/guter-fahr-rad