Berlin.de Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

generelles Tempo 30 auf dem ganzen Streckenabschnitt

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test

1962
Straßenlärm Tag (bzw. 24h)

generelles Tempo 30 auf dem ganzen Streckenabschnitt

Die Schnellerstraße / Oberspreestraße zwischen Fennstraße und Spindlersfelder Straße ist eine einspurige Durchgangsverkehrstraße von Köpenick nach Berlin rein (und zurück). Trotz Streckenabschnitten mit Tempo 30 (Bushaltestellen, Lärmschutz, querende Kinder) hält sich niemand daran, zum großen Teil fahren die Autofahrer mit 70 hier entlang. Das Queren der Straße für Fußgänger / Radfahrer ist teilweise mit unmöglichen Wartezeiten verbunden, weil man wegen des dichten Verkehrs und mangelnder Ampeln einfach nicht drüber kommt. Auch Radfahrer, für die es eigentlich (seit kurzem) einen einspurigen Schutzstreifen gibt, fühlen sich auf dem Bürgersteig sicherer, da die Autofahrer oft ungeduldig drängeln und eng und mit hohem Tempo überholen. Im Sinne der Anwohner in Niederschöneweide würde ich für diesen Streckenabschnitt ein generelles Tempo 30 einführen. Das würde den Straßenlärm immens senken und die Sicherheit für alle Anwohner erhöhen!

Eigene Auswahl möglicher Maßnahmen
Geschwindigkeiten für Autos reduzieren und Tempo 30-Abschnitte
Schallschutzfenster (in Gebäuden)
Eigener Maßnahmenvorschlag
generelles Tempo 30 auf einspurigen Straßen
34 Teilnehmer/innen unterstützen den Vorschlag
0 Teilnehmer/innen sind neutral
28 Teilnehmer/innen lehnen den Vorschlag ab

Erklärung: Die Bewertung diente der Ermittlung einer Top20-Liste, weitere Infos dazu hier.

Rückmeldung der Senatsverwaltung: 

Die Schnellerstraße ist eine Straße des übergeordneten Verkehrs und nimmt neben ihrer Sammelfunktion auch Durchgangsverkehr auf. Der Bezirk und auch der Senat sind sich der Problematik der hohen Verkehrsbelastungen hier bewusst. Einige Maßnahmen zur Lärmminderung wurden schon umgesetzt. Seitens des Bezirks sind weitere Mittelinseln in Planung.

Der benannte Streckenabschnitt von der Fennstraße bis zur Spindlersfelder Straße ist sehr lang, und die Bebauungssituation und damit auch die Lärmbetroffenheit verändern sich sehr über den gesamten Streckenabschnitt. Eine Ausweisung von Tempo 30 in der Nacht ist bereits in Teilbereichen erfolgt, an denen es besonders laut ist. An anderen Abschnitten werden die für eine Ausweisung notwendigen Kriterien nicht erfüllt. Wichtig dabei ist, dass eine Geschwindigkeitsreduzierung rechtlich allein auf Grundlage des Straßenverkehrsrechts möglich ist. Bei einer Entscheidung hierzu sind neben der Lärmbelastung insbesondere auch die verkehrlichen Belange zu berücksichtigen. Das Straßenverkehrsrecht sieht vor, dass diese Anordnungen als Abweichung von der innerörtlichen Regelgeschwindigkeit von 50 km/h auf die entsprechenden Problembereiche beschränkt werden.

Im weiteren Verfahren wird bei der Aufstellung des Lärmaktionsplans geprüft, ob aus fachlicher (akustischer) Sicht für weitere Teilbereiche der Schnellerstraße eine Geschwindigkeitsreduktion empfohlen werden kann, bzw. ob andere Maßnahmen möglich sind. Die weitere Verfahrensweise wird dann mit der Verkehrsverwaltung und der Straßenverkehrsbehörde abgestimmt. Über die Ergebnisse werden wir im Rahmen der Lärmaktionsplanung berichten.

Geschwindigkeitsübertretungen stellen einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) dar, hier ist die Polizei gefragt. Sie betreibt die stationären Radargeräte und macht auch mobile Kontrollen. Im Fokus steht hier eigentlich die Verkehrssicherheit. Denn schließlich ist bei überhöhten Geschwindigkeiten nicht nur der Lärm ein Problem, sondern auch die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer. Daher wird die Polizei von uns eingebunden. Sie hat den Beitrag zur Schnellerstraße zur Vorbereitung mit dem Hinweis auf Geschwindigkeitsübertretungen erhalten.

Zusätzlich werden von uns in Zusammenarbeit mit den Bezirken Dialog-Displays eingesetzt, die die Verkehrsteilnehmer zur Einhaltung der zulässigen Geschwindigkeit anhalten. Sie werden – soweit möglich – an Orten aufgestellt, auf die von den Teilnehmern an leises.berlin.de hingewiesen wurde. Ob in der Schnellerstraße Dialogdisplays aufgestellt werden können, ist derzeit in Prüfung.

Kommentar Nr. 1

tempo 30

1

sehr gut

Kommentar Nr. 2

generelles Tempo 30 auf dem ganzen Streckenabschnitt

2

was nutzt 30 wenn sich keiner dran hält

Kommentar Nr. 3

Tempo 30

3

@ Trabant
es hält sich keiner an Tempo 30, wenn es die unangenehme Ausnahme ist. Wenn aber tempo 30 die Regel ist, und nur ausnahmsweise höhere Geschwindigkeit erlaubt ist, wird es sich bessern.

Kommentar Nr. 4

generelles Tempo 30

4

Die Strecke ist mir bekannt und auch, daß sie besonders nachts oft als Rennstrecke mißbraucht wird. Das Problem liegt aber nicht im Tempolimit von 50 Km/h, sondern daß es von rücksichtslosen Auto/Motorradfahrern überschritten und zudem mit hoher Drehzahl gefahren wird. Warum sollen alle, die sich bisher an das Tempolimit halten, dafür bestraft werden? Die vorgenannte Klientel wird sich auch nicht an ein abgesenktes Tempolimit halten. Zielführender wäre die regelmäßige Geschwindigkeitsüberwachung und konsequente Bestrafung der Geschwindigkeitsüberschreitung. Selbst bei weiterhin Tempo 50 dürften die von ihnen genannte Kraftfahrer-Gruppe in nicht unbeträchtlicher Anzahl zeitweise den Radstreifen oder den ÖPNV nutzen.

Kommentar Nr. 5

Tempo 30

5

Es wäre ein Traum, wenn es eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30km/h geben würde. Dann wäre die Stadt erheblich lebenswerter.

Dagegen sind wohl vor allem die, die schön in Ruhe am Stadtrand/Land wohnen wollen, wie in z.B. Müggelheim. Aber bitte schnell in die Stadt kommen per Auto. Den Lärm der dadurch verursacht wird, ist doch nicht so schlimm. Der Flughafenlärm ist dagegen schon, der betrifft ja einen selbst. Anders kann ich mir nicht die starke Ablehnung für den Vorschlag erklären.

Kommentar Nr. 6

Tempo 30 = Lärmreduktion + Sicherheit

6

Kann ich nur befürworten, ein Tempo 30 würde die Stadt entspannter und ruhiger machen. Die Zahl der Verkehrstoten und -verletzen würde auch drastisch zurückgehen.

Kommentar Nr. 7

politisch nicht ganz so einfach

7

dem bürger ein flächendeckendes 30 anzubieten,wenn die
anderen einfachsten dinge in dieser stadt nicht klappen

Kommentar Nr. 8

Auto an Auto zu den Stoßzeiten, kein rasen möglich

8

Ich schließe mich dem an und bin selbst betroffen, weil das Schlafzimmer zur Hofseite, sprich der Schnellerstr. liegt. Mit offenem Fenster kann man überhaupt nicht schlafen und wir haben lt. Vermieter ein Fenster mit Schallschutzklasse 2, aber das reicht nicht völlig aus, speziell bei LKW's.
Tempo 30 reicht aber nicht aus, was man an den Ablehnungen sieht, wer will, oder geschweige fährt als Autofahrer gerne Tempo 30!?
Das man teilweise nicht über die Straße kommt ist nicht normal und die eine Fußgängerinsel kurz vor der Rudower Str. ist zu wenig! Trotzdem komplett nur 30 und abends öfters mal blitzen!

Kommentar Nr. 9

Tempo 30 und Blitzen

9

Tempo 30 finde ich gut. Doch ich befürchte, dass sich niemand daran hält, solange nicht endlich die Polizei auch kontrolliert und durchgreift.

Ich wohne hier auch in der Gegend und nachts kann man kein Fenster öffnen. Selbst mit geschlossenem Fenster schläft es sich schlecht, man wacht oft auf wegen dem Straßenlärm. Es ist auch tagsüber nicht möglich, das Fenster zu öffnen und dabei zu telefonieren. Dann hört der andere am Ende der Leitung nur Straßenlärm. Ganz zu schweigen von dem Abenteuer, die Straße als Fußgänger überqueren zu wollen....

Ich vermute mal, dass die Gegner dieses Vorschlags nicht hier - möglicherweise in Köpenick - wohnen. Viele argumentieren so, dass man ja wisse, wohin man ziehe. Dies bedeute im Umkehrschluss, dass viele Wohnungen in Berlin unbewohnt bleiben müssten, um dem Lärm zu entgehen. Es müssten einfach mehr Alternativen geben, um in die Stadt zu gelangen, ohne das Auto zu nutzen. Das macht aber nur Sinn, wenn dies in einem vertretbaren zeitlichen Rahmen möglich wäre. Das ist bisher nicht so.

Kommentar Nr. 10

generelles Tempo 30 auf dem ganzen Streckenabschnitt

10

Vorschlag sollte erweitert werden auf Tempo 30 innerorts mit Ausnahme von Straßen mit wichtiger Verkehrsfunktion (z. B. Stadtautobahnen) und in Gebieten mit wenig Anwohnern

Kommentar Nr. 13

Nachts nur noch Tempo 30 auf Abschnitten der Schnellerstraße

13

Von mir ein uneingeschränktes JA zu dieser Forderung. Nach meiner Auffassung kommen erst die Bedürfnisse des Menschen zur Erhaltung der Gesundheit und der Umwelt. Die Nutzung der Technick muss sich diesen Massstäben unterwerfen. Für Rücksichtslosigkeit und Ignoranz von Regeln fordere ich Sanktionen.
Ich bin selbst von diesen Lärmemissionen besonders während der Nacht betroffen und hoffe, dass dem Einhalt geboten wird.

Kommentar Nr. 14

Tempo 50 kostet Menschenleben

14

... deshalb Tempo 30 auf allen Nicht-Autobahnen

Kommentar Nr. 15

Wege aus der Auto-Diktatur

15

Wenn man sich die Lärmkarte von Berlin anschaut, muss man denken die Menschen sind total verrückt. Wir verlärmen unsere Umwelt, vergiften uns mit Autoabgasen aus reiner Bequemlichkeit und Auto-Sucht.

Sehr erfrischendes Interview hierzu:

http://www.zeit.de/2007/38/Interv_-Knoflacher

Kommentar Nr. 16

Mehr Rücksicht auf Anwohner nehmen

16

Der Südosten von Berlin ist verkehrstechnisch generell schlecht erschlossen, sehr zum Nachteil der Anwohner in solchen Straßen wie dieser!

Kommentar Nr. 17

Knoflacher-Fan

17

Vielen Dank an 'schoeneweide' für diesen link. Die Beschränktheit der Fragen des Interviewführenden beweist exemplarisch, dass Knoflachers Thesen stimmen. Seine Forderung nach Interdisziplinarität trifft m.M.n. auch für das Lärmphänomen zu. Eine punktuelle, minimale Lärmreduzierung ist keine Problemlösung sondern nur Symptombekämpfung. Lärm sollte im Kontext als gesellschaftliches Problem betrachtet werden. Und nicht als verkehrstechnische Randerscheinung, die separat behandelbar wäre. Grundlegend neue Verkehrskonzepte sind nötig.

Strategie für jeden Einzelnen:

Knoflacher (und Gietinger) lesen
+ eigene Beschränktheiten erkennen
+ schlussfolgernd Handeln
______________________________
= lebenswerte Gesellschaft

Kommentar Nr. 18

Schnellerstraße/Oberspreestraße

18

Eine "Tempo 30"-Zone ist nicht nötig in dieser Straße. Ich benutze die Straße fast täglich und bis jetzt habe ich da noch keinen Raser feststellen können, da auf Grund des Verkehrsaufkommens kein "Rasen" möglich ist. Es gibt genügend Ampeln und Fußübergänge, die aber von den Fußgängern kaum genutzt werden. Und was die Radfahrer betrifft, sollten diese auch die Radwege und Radstreifen nutzen. Man fährt auch nicht zu Zweit nebeneinander auf den Radwegen, sondern Hintereinander. Auch sollten Radfahrer an Füßgängerüberwegen absteigen. Aber Schluss damit, kleiner Tipp: in jedem Polizeirevier bekommt ihr Flyer, wie man sich als Radfahrer, Fußgänger oder Autofahrer zu verhalten hat. Ich habe mir auch schon so ein Infomaterial geholt und versuche mich daran zu halten. Wenn sich die Leute daran halten würden, ja auch die Radfahrer und Fußgänger, dann wären solche Nicht-ökonomischen und Nicht-ökologischen Maßnahmen nicht notwendig. Wir sollten uns alle gegenseitig netter behandeln und verständnisvoller. Macht das Leben leichter!

Kommentar Nr. 19

Anzahl Fußgängerüberquerungen erhöhen

19

Alternativ zu Ihrem Vorschlag kann man auch die Anzahl der Fußgängerüberquerungen erhöhen. Zum Beispiel durch Zebrastreifen, diese ermöglichen die Querung und stören den Verkehrsfluss nicht unnötig lang.

Kommentar Nr. 20

Tempo 30 auf ausgewählten Straßen

20

Wie in manchen Kommentaren gepostet, Tempo 30 auf allen Straßen außer Autobahnen, kann ich nur bedingt zustimmen. Wenn solch drastische Vorschläge umgesetzt werden sollten, sollten auch die Autobahnen nicht davon ausgenommen werden, da die Anwohner dieser genau so von Lärm betroffen sind. Wenn, dann müsste es auch auf der Stadtautobahn entsprechende Geschwindigkeitsreduzierungen und Fahrverbote für Transit-LKW geben.
Da ich aber grundsätzlich Tempo 30 nicht für praktikabel halte, empfehle ich Tempo 30 auf ausgewählten Straßen, wie zB wichtigen Einfahrtsstraßen, um hier die Raserei und ggf. auch den Verkehr zu verlangsamen oder gar zu reduzieren.

Kommentar Nr. 21

Erwiederung zu Georg1970

21

Georg1970, leider stimmt nicht ganz, was Sie schreiben:
Auf dem oben benannten Streckenabschnitt gibt es insgesamt 1 (!) Ampel (Fennstraße), 2 Zebrastreifen (an 2 von 6 Bushaltestellen) und 1 Querungshilfe, an der man als Fußgänger im Berufsverkehr aber trotzdem ewig steht, denn da hält kein Autofahrer freiwillig. Als "genügend Ampeln" etc. kann ich das nicht bezeichnen.
Was die Radwege / Radstreifen betrifft, so gibt es bisher einen stadtauswärts, der an den Stellen, wo er neben der Straße als Radweg geführt wird, im Winter weder geräumt noch gestreut wird. Da kann ich mich als Radfahrer dann zwischen zwei Gefahren entscheiden: Entweder auf der Straße ohne Schutzstreifen mit den ungeduldig drängelnden Autos, die sich ja auch im Recht meinen, weil es eine Radweg-Benutzungspflicht in diese Richtung gibt, oder auf einem vereisten Radweg. Top!
Dass das Rasen auf der Strecke im Berufsverkehr nicht möglich ist, ist klar. Da fahren dann alle recht eng aufeinander. Ist dann nur laut wegen des hohen Verkehrsaufkommens. Nochmal Top.
Rasende Autofahrer findet man tendenziell zu den anderen Zeiten, besonders in den Nachtstunden. Ist ja eine schöne gerade Straße, ohne Ampeln (bis auf einer, am Ende bzw. Anfang der Strecke) und Fußgänger gibt es nachts kaum. Schön, kann gefahrlos gerast werden. Ein drittes Top!
Sich an die Regeln halten ist ein sehr gutes Plädoyer, da stimme ich Ihnen voll zu. Mehr Rücksicht von allen Seiten ist ein Schritt in die richtige Richtung.