Berlin.de Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

Hinter den Brücken wird aufgedreht.

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Straßenlärm Nacht

Hinter den Brücken wird aufgedreht.

Das Problem: Abends und Nachts ist es bei vielen Fahrern von sportlichen Autos üblich, nach dem Passieren der Yorck-Brücken in Richtung Kreuzberg erst die Kurve mit hoher Geschwindigkeit zu nehmen und dann mit dem Gaspedal auf Anschlag Richtung Mehringdamm zu beschleunigen. Das macht sicher Spass, nervt die Anwohner aber wie Hölle.

Die Ideen:
- Ampelphase ändern, dass in JEDEM Fall an allen Ampeln angehalten werden muss, sobald man schneller als 30 kmh fährt
- einen Blitzer fest installieren
- die Höchstgeschwindigkeit ab 20:00 auf 30kmh begrenzen.

Eigene Auswahl möglicher Maßnahmen
Geschwindigkeiten für Autos reduzieren und Tempo 30-Abschnitte
Verkehrsfluss organisieren (Verlagerung, Verkehrsfluss verbessern, Lieferzonen, Parkraumbewirtschaftung)
Eigener Maßnahmenvorschlag
es sind immer nur einige, die nerven. ein blitz würde dafür reichen.
11 Teilnehmer/innen unterstützen den Vorschlag
0 Teilnehmer/innen sind neutral
3 Teilnehmer/innen lehnen den Vorschlag ab

Erklärung: Die Bewertung diente der Ermittlung einer Top20-Liste, weitere Infos dazu hier.

Rückmeldung der Senatsverwaltung: 

Zu hohe Geschwindigkeiten im Straßenverkehr sind ein häufiger Grund für Lärmbeschwerden und so auch vieler Beiträge auf www.leises.berlin.de. Der Zusammenhang zwischen Fahrgeschwindigkeit und Lärmentwicklung ist eindeutig belegt. Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit – oft in Verbindung mit lauten Beschleunigungsvorgängen – stören stark.

Maßnahmen der Lärmaktionsplanung, z. B. eine entsprechende Gestaltung des Straßenraums, sollen dazu beitragen, dass ein angepasstes Geschwindigkeitsniveau mit einem möglichst stetigen Verkehrsfluss erreicht wird. Damit können allerdings mutwillige Geschwindigkeitsübertretungen, die hier angesprochen sind, nicht vermieden werden. Da diese ein Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) sind, ist hier die Polizei gefragt. Sie betreibt die stationären Radargeräte und macht auch mobile Kontrollen. Im Fokus steht hier eigentlich die Verkehrssicherheit. Denn schließlich ist bei überhöhten Geschwindigkeiten nicht nur der Lärm ein Problem, sondern auch die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer.

Im weiteren Verfahren ist zu prüfen, inwieweit Verkehrssicherheit, Gesundheitsgefährdung und Lärmentwicklung an besonders lauten Straßenabschnitten zusammentreffen und zu einer dauerhaften Überwachung der Geschwindigkeit führen können.

Ein großes Ärgernis sind aber auch manipulierte, besonders laute Fahrzeuge, denn diese ragen aus einem ansonsten gewohnten Geräuschpegel deutlich heraus und sind daher auch besonders lästig. Solche Manipulationen von Kraftfahrzeugen sind – bekanntermaßen – verboten. Eine Reihe von Hinweisen hat sich damit befasst – stadtweit.

Zuständig ist auch hier die Polizei. Sie erhält von uns die Beiträge, die sich mit den Themen Geschwindigkeitsübertretung und Fahrzeugmanipulationen befassen. Diese werden in die zuständigen Polizeidirektionen verteilt mit der Bitte, sie im Rahmen der Priorisierung der Einsatzplanung zu berücksichtigen.

Zusätzlich werden von uns in Zusammenarbeit mit den Bezirken Dialog-Displays eingesetzt, die die Verkehrsteilnehmer zur Einhaltung der zulässigen Geschwindigkeit anhalten. Sie werden – soweit möglich – an Orten aufgestellt, auf die von den Teilnehmern an leises.berlin.de hingewiesen wurde.

Kommentar Nr. 1

Ist Tempo 30 wirklich wirkungsvoll?

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Geschwindigkeitsbegrenzung in der Nacht? Ist die Wirksamkeit überhaupt schon einmal überprüft worden?

Meine Beobachtung: Bei Beschränkung auf 30km/h bleiben die Grünphasen auf eine Gewindigkeit von 50km/h eingestellt. Das ergibt zwei (von mir bereits beobachtete) Effekte:

1. Es muss bei Einhalten der Geschwindigkeit viel öfter gehalten und gestartet werden, was den Lärm enorm erhöht.

2. Einige Fahrer geben kurz vor einer gelben Ampel (vorschriftswidrig) Gas, um sie noch zu schaffen, was sogar sehr laut ist.

Außerdem fährt man als PKW bei 30km/h im 3. Gang. Bei 50 km/h kann man dagegen auf ebenen Straße fast geräuschlos im 5. Gang mit niedrigerer Drehzahl und damit niedrigerem Geräuschpegel "rollen".

Lauter Verkehr in der Nacht wird meist durch zu schnelle Fahrer (über 50km/h) verursacht. Eine erhebliche Lärmreduzierung sehe ich daher in der Durchsetzung (stärkere Kontrolle)der Höchstgeschwindigkeit 50km/h und nicht in einer Reduktion.

Kommentar Nr. 2

Stimmt genau

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Habe heute im Tagesspiegel von diser Seite gelesen und sofort nachgesehen, ob schon jemand die Yorckstraße bei Nacht erwähnt hat. Es ist tatsächlich so, dass einige Autofahrer die Yorckstraße mit einer Rennstrecke verwechseln. Ein nächtliches Tempolimit könnte helfen, müsste dann aber auch kontrolliert werden. An Tempo 50 halten sich diese Zeitgenossen ja auch nicht.