Berlin.de Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

Laubsauger verbieten

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Sonstiger Lärm

Laubsauger verbieten

Laubsauger bzw. Laubbläser machen einen Höllenlärm wie ein vollaufgedrehtes Motorrad, nur sie fahren nicht einfach vorbei, sondern oft ist dieser Krach stundenlang selbst hinter Doppelglasfenster zu hören. Diese Geräte sind nicht nur einige Tage im Herbst im Einsatz, sondern auch bei regelmäßigen Reinigungsaktionen in Grünanlagen. Deshalb sollten sie berlinweit oder auch deutschlandweit verboten werden, solange sie nicht massiv lärmreduziert werden können. Auch betriebswirtschaftlich bringen solche Geräte wahrscheinlich keinen großen Vorteil, ein zweiter manueller Kehrer wäre fast genauso schnell. Die Lärmemissionen von Rasenmäher- und sonstigen Kehrfahrzeugen sind schon belastend genug.

Eigene Auswahl möglicher Maßnahmen
Schallschutzfenster (in Gebäuden)
Eigener Maßnahmenvorschlag
Geräte ab einem bestimmten dB-Wert verbieten
13 Teilnehmer/innen unterstützen den Vorschlag
0 Teilnehmer/innen sind neutral
2 Teilnehmer/innen lehnen den Vorschlag ab

Erklärung: Die Bewertung diente der Ermittlung einer Top20-Liste, weitere Infos dazu hier.

Rückmeldung der Senatsverwaltung: 

Im Fokus von leises.berlin.de steht der Verkehrslärm mit den Schwerpunkten Straßenverkehr, Straßenbahn und oberirdische U-Bahn. Da die Laubbläser aber häufig zu Lärmbeschwerden führen, nehmen wir auch hierzu gern Stellung.

Der Einsatz von Laubbläsern und Laubsammlern ist begrenzt. Nach § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 der Geräte- und Maschinenverordnung (32. Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz, kurz 32. BImSchV) dürfen sie in Wohngebieten nur werktags in der Zeit von 9.00 bis 13.00 Uhr und 15.00 bis 17.00 Uhr betrieben werden. Ausnahmen gibt es nur für lärmarme Maschinen, deren Betrieb nicht erheblich stört. Für die Geräte besteht zudem eine Kennzeichnungspflicht: Der garantierte Schallleistungspegel muss angegeben sein. Das fordert die Richtlinie 2000/14/EG der Europäischen Parlaments und des Rates.

Bei allem Ärger über die von diesen Geräten im Einzelfall verursachten Beeinträchtigungen sollte man bedenken, dass der Einsatz z. B. in öffentlichen Grünanlagen, auf Friedhöfen und auf Verkehrswegen auch mit dem Blick auf die Verkehrssicherungspflichten zu beurteilen ist. Durch Laub können Gefahrenstellen entstehen, wenn es bei Nässe rutschig wird. Auch sollten im Herbst große Mengen Laub möglichst schnell entfernt werden. Und die Geräte bieten Vorteile auf den häufig unbefestigten Wegen in öffentlichen Grünanlagen.

Sofern aber gegen die benannten Vorschriften verstoßen wird, sind die Bezirksämter Ansprechpartner für Beschwerden.

Kommentar Nr. 1

verbieten ist zu streng - aber bürokratische hürden aufbauen

1

Nicht verbieten, jedoch nur in begründeten Ausnahmefällen mit Sondergenehmigung zulassen. Das wäre auch eine Form von Arbeitsschutz. Wie schön ist doch das simple Kehren im Vergleich dazu!

Kommentar Nr. 2

Laubsauger bzw. Laubgebläse

2

Ich unterstütze ein Verbot der benutzten Geräte: Noch gibt es Menschen, die im Schichtsystem arbeiten und tagsüber schlafen müssen. Ganz abgesehen vom Lärm handelt es sich bei dieser Art, das Laub zu sammeln, auch um Energieverschwendung und damit Schädigung der Umwelt.

Kommentar Nr. 3

Wenn man nicht alles selber macht ... wird's laut

3

Ihr Anliegen mag berechtigt sein. Ob Schall in Ihren Ohren Lärm ist oder nur ein Geräusch können nur Sie selber beurteilen. Als wie laut schätzen Sie denn den Lärm hinter Doppelglas ein?
Es ist schon faszinierend, was man hier im Forum alles lesen kann: Da gibt's Leute, die wissen wie man Mülltonnen leise bewegen kann; dass Schnee erst geräumt werden sollte, nachdem sie aufgestanden sind oder wie man günstig Laub entfernt.
Na, liebe Leute, dann macht's doch einfach! 'Tweety' und 'ruheliebe' würden sicherlich helfen. Und 'Tweety' könnte nebenbei auch zu einer realistischen Einschätzung des Arbeitsschutz-Aspekts von manueller Laubbeseitigung kommen. Machen Sie das mal an drei Tagen in Folge.
Glauben Sie wirklich, beauftragte Firmen können nicht betriebswirtschaftlich rechnen und ausführende Kräfte machen Lärm, weil's ihnen Spaß macht?

Kommentar Nr. 4

Hinweis der Moderation

4

Hallo Jutsen,

ich möchte Sie abermals auf die Regeln des Dialogs hinweisen:
"Um Missverständnisse zu vermeiden, verzichten Sie auf doppeldeutige Aussagen, Ironie, Sarkasmus oder anderen Formen „versteckten“ Humors."
Bitte bleiben sie in Ihren Beiträgen sachlich und respektvoll, nur so kann ein konstruktiver Dialog gewährleistet werden.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Beste Grüße,
Katja Kockel (Moderation)

Kommentar Nr. 5

Nutzung von Laubbläsern

5

Da die Nutzung von Laubbläsern nicht mehr nur auf den Herbst begrenzt ist, sondern bereits das ganze Jahr über ( bei uns neuerdings auch zur Schneebeseitigung ) anhält, hilft wohl nur ein striktes Verbot oder die Eingrenzung der Benutzung auf das Beseitigen von großen Laubmengen im Herbst, so wie es eigentlich der bestimmungsgemäße Gebrauch dieser Geräte sein sollte. Ich wohne in einem reinen Wohngebiet mit Einfamilienhäusern und darf mir den ohrenbetäubenen Lärm der benzinbetriebenen Geräte von Frühjahr bis Winter regelmäßig einmal die Woche für mehrere Stunden anhören. Die Argumente, dass die Arbeit sonst nicht zu schaffen oder zu bezahlen wäre ist heuchlerich und untergräbt den Gesundheitsschutz der umliegenen Bewohner. Wer möchte, dass auf seiner Pflasterung kein Staubkorn mehr zu sehen ist soll bitteschön das Benutzen von Besen und Harke der beauftragten Firmen, wenn es denn wirklich so viel länger dauert, auch bezahlen.