Berlin.de Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

laute Güterzüge verhindern guten Schlaf

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Schienenlärm Nacht

laute Güterzüge verhindern guten Schlaf

wir mussten leider aus unserer Wohnung in der Storkower Str. ausziehen, da die nachts durchfahrenden Güterzüge so laut waren, dass wir nicht gut schlafen konnten. Was könnte man an den Schienen bzw. dem Schienenverkehr ändern?

Eigene Auswahl möglicher Maßnahmen
Schienenverkehr leiser machen
Eigener Maßnahmenvorschlag
die innerstädtischen Schienen möglichst leise gestalten, z.b. Schmieren der Gleise? Fachexperte bin ich nicht!
59 Teilnehmer/innen unterstützen den Vorschlag
0 Teilnehmer/innen sind neutral
7 Teilnehmer/innen lehnen den Vorschlag ab

Erklärung: Die Bewertung diente der Ermittlung einer Top20-Liste, weitere Infos dazu hier.

Rückmeldung der Senatsverwaltung: 

Die Lärmbelastung durch den genannten Schienengüterverkehr kann nicht genau bewertet werden. Im Rahmen der Lärmkartierung nach der EU-Umgebungslärmrichtlinie wird die Belastung mit den hierfür vorgegebenen Berechnungsverfahren (ohne Schienenbonus) ermittelt. Diese Mittelungspegel sind aber nur eingeschränkt geeignet, um das Problem des Kurvenquietschens und sehr lauter Einzelereignisse darzustellen.

Für den Streckenabschnitt vom Nordende des S-Bahnhofs Landsberger Allee bis zum S-Bahnhof Greifswalder Straße wird nach Auskunft der Bahn das freiwillige Lärmsanierungsprogramm an Schienenwegen des Bundes greifen. Die Maßnahmen zu diesem Abschnitt wurde allerdings noch nicht veröffentlicht, das heißt, hier kann in etwa zehn Jahren mit dem Beginn der Lärmsanierungsplanungen gerechnet werden. Die Maßnahmen werden sich an den Grenzwerten und sonstigen Kriterien des Lärmsanierungsprogramms orientieren. Nähere Informationen zum Programm finden Sie unter http://www.bmvbs.de/SharedDocs/DE/Artikel/LA/laermvorsorge-und-laermsani....

Die Prioritätensetzungen bei Maßnahmen zur Lärmminderung und ihre Konkretisierung werden im weiteren Verfahren und in Gesprächen mit der Bahn weiter vertieft. Der Lärmaktionsplan für die Schienenwege des Bahnnetzes kann aber erst fertiggestellt werden, wenn die Ergebnisse der Lärmkartierung hierzu vorliegen. Diese sind vom hierfür zuständigen Eisenbahnbundesamt für Ende 2013 angekündigt.

Der Lärm durch Schienengüterverkehr ist auch stadtweit ein wesentliches Thema in der Öffentlichkeitsbeteiligung. Er ist vor allem wegen der noch überwiegend eingesetzten Bremssysteme mit sogenannten Graugusssohlen, die zu lauten Fahrgeräuschen führen, sehr laut. Für einen leiseren Güterverkehr gibt es sowohl europäische als auch nationale Aktivitäten. In Deutschland werden Umrüstungen auf andere Bremssysteme gefördert. Zudem müssen für Güterwagen, die mit Graugusssohlen ausgestattet sind, in Deutschland seit dem 1. Juni 2013 höhere Trassenpreise gezahlt werden. Weiterhin sind aufgrund europäischer Vorgaben neue Güterwagen durch andere Bremskomponenten deutlich leiser als Bestandsfahrzeuge. Diese Aktivitäten werden allerdings erst mittel- bis langfristig zu wirksamen Effekten führen, da dafür eine hohe Umrüstquote erforderlich ist.

Kommentar Nr. 1

Nicht nur die Güterzüge

1

Es sind leider nicht nur die Güterzüge. Auch die dort fahrenden S-Bahnen sorgen für großen Lärm. Klar, geräuschlos kann eine S-Bahn nicht fahren. Was aber massiv stört: häufig "quietscht" und "kreischt" es, was besonders nachts auffällt. Auch logisch, da Metall auf Metall trifft, was zu den Geräuschen führt (einziger Lösungsvorschlag dafür: Sprühanlagen, um die Gleise künstlich zu befeuchten. Das wird bei einigen U-Bahn-Stationen von der BVG gemacht).
Eine Schallschutzwand ist wohl auch nicht ohne weiteres möglich, da neben den Gleisen ein kleiner "Abhang" ist, direkt dahinter befinden sich Kleingärten (dann Bäume, eine Wiese und dann die Wohnhäuser).

Einzige praktikable Lösung scheint zu sein, die Wohnhäuser mit modernen Schallschutzfenstern auszustatten. Nur wer ist dafür in die Pflicht zu nehmen? Der Vermieter oder die Bahn? Oder gar der Mieter, weil die Wohnlage ja schließlich selbst gewählt wurde?

Kommentar Nr. 2

Güterzüge auf dem Ring

2

Ja, ich wohne auch an der Bahnlinie. Seitdem der ICE, aber vor allem die Güterzüge fahren, ist ein Schlafen bei offenem Fenster unmöglich geworden. Es stellt sich die Frage, warum Güterzüge mitten in der Nacht, mitten durch die Stadt fahren müssen?

Kommentar Nr. 3

Flüstergleise auf der Stadtbahn bewährt?

3

Es gab bereits Versuche mit leiseren Gleisen:
z. B. auf der Stadtbahn.
Welche Systeme haben sich bewährt?
Die sollten dann auch auf innerstädtischen Strecken eingesetzt werden!

Kommentar Nr. 4

Güterzüge Nachtfahrverbot

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Warum müssen die Güterzüge nachts durch die Wohngebiete donnern?
Wer überprüft eigentlich die Betriebssicherheit der Waagons (die sehen oft so mitgenommen aus)

Kommentar Nr. 6

Laute Bahn

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Die Bahn müsste die Gleisanlagen vom S-Bhf. Greifswalder Str. bis zur Kniprodestr. überdachen, dann wäre auch ein gesunder Schlaf möglich. Das nächtliche Rangieren der Bahnen und den durchfahrenden Güterverkehr hört man selbst durch geschlossene Fenster.

Kommentar Nr. 7

Lärm PLZ 12526 Güterzüge um 2 Uhr!!! mit db 92 im Wohngebiet!!!

7

Verbesserung: viele viele Schallschutzwände ab Ortseingang + Geschwindigkeitsreduzierung + Verbesserung der Technik (wir wollen zum Mond/Mars fliegen, bedienen uns aber noch mit Güterzugstechnik aus dem letzten Jahrhundert!!!

Kommentar Nr. 9

Ihr wohnt in ener Stadt seit WANN?

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Ich denke das sie alle bestimmt schon 20Jahre dort wohnen und der Schienverkehr zugenommen hat?
Ich kann mir nicht erklären warum sie sonst einen Grund hätten sich aufzuregen.
Wenn ich meinen Wohnsitz an eine Bahnstrecke verlege kann es vorkommen das dort Züge fahren und diese dann Lärm verursachen oder war ihnen das nicht vorher klar?

Kommentar Nr. 10

Bahn ignoriert sogar EU-Lärmschutzvorgaben

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Diese Staatsunternehmen kümmert sich einen Dreck um die Gesundheit Ihrer kunden!!

Die meisten Güterzüge kämen ja aus dem Ausland fahren hier durch. Da kann man halt nichts machen?!?Alles faule Ausreden.
Die Verlagerung des Gütertransportes von der Straße auf die Schiene ist gut, aber nicht auf Kosten der Anlieger an Bahnstrecken.Teilweise beruft sich die Bahn auf einen Bestandsschutz aus dem 19. Jhd und die Kontrollbehörde(Eisenbahnbundesamt) tut nichts gegen die Lärmverstöße! Es liegt also nicht immer an den Politikern! Auch die Behörden(die dortigen Mitarbeiter) blockieren

Kommentar Nr. 11

Lärm durch Bahnverkehr

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diese Situation gibt es auch in Neu-hohenschönhausen im Bereich zwischen den S-Bahnhöfen Hohenschönhausen und Gehrenseestraße. Besonders bei Ostwind donnern die leeren Wagons mit den veralteten Bremssystemen in den Nachstunden sehr laut über die Gleise. Es ist dringend notwendig, die Schallschutzmaßnahmen ab Bahnhof Hohenschönhausen nach Süden zu verlängern.
I. Hähnel für den Kiezbeirat Lebensnetz