Berlin.de Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

Perleberger Straße in Moabit

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Straßenlärm Nacht

Perleberger Straße in Moabit

Liebe Leutz,

die Perleberger Straße in Moabit ist eine der Zubringerstraßen nach Reinickendorf, Mitte (Hauptbahnhof über Lehrter Straße) und zum TXL. Die Busnummern M27 und 123 fahren auf der Perleberger, oder teilweise. Besonders Nachts rasen viele die Straße rauf und runter. Mein Vorschlag für eine angenehmere Wohnqualität ist eine permanente 30iger Zone, meistens kann man eh nicht schneller fahren und konsequente Radarkontrollen an der der Ecke Perleberger Straße/Rathenower Straße. An der Kreuzung rauscht so manches Auto zu später Stunde über rote Ampeln und deutlich über 50 Km/h.

Vielen Dank

Eigene Auswahl möglicher Maßnahmen
Geschwindigkeiten für Autos reduzieren und Tempo 30-Abschnitte
Schallschutzfenster (in Gebäuden)
Eigener Maßnahmenvorschlag
Erhöhte Geschwindigskeitskontrolle / permanter Radarkasten
17 Teilnehmer/innen unterstützen den Vorschlag
0 Teilnehmer/innen sind neutral
6 Teilnehmer/innen lehnen den Vorschlag ab

Erklärung: Die Bewertung diente der Ermittlung einer Top20-Liste, weitere Infos dazu hier.

Rückmeldung der Senatsverwaltung: 

Zu hohe Geschwindigkeiten im Straßenverkehr sind häufig Thema von Lärmbeschwerden und so auch vieler Beiträge auf www.leises.berlin.de. Der Zusammenhang zwischen Fahrgeschwindigkeit und Lärmentwicklung ist eindeutig belegt. Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit erhöhen die Störwirkung. Die Maßnahmen des Aktionsplans 2008, z. B. die entsprechende Gestaltung des Straßenraums sollen dazu beitragen, dass ein angepasstes Geschwindigkeitsniveau mit einem möglichst stetigen Verkehrsfluss erreicht wird.

Damit können aber mutwillige Geschwindigkeitsübertretungen nicht verhindert werden. Sie stellen einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) dar, hier ist die Polizei gefragt. Sie betreibt die stationären Radargeräte und macht auch mobile Kontrollen. Im Fokus steht hier eigentlich die Verkehrssicherheit. Denn schließlich ist bei überhöhten Geschwindigkeiten nicht nur der Lärm ein Problem, sondern auch die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer. Daher wird die Polizei von uns eingebunden. Sie erhält von uns die Beiträge, die sich mit den Themen Geschwindigkeitsübertretung befassen, mit der Bitte, sie bei der Priorisierung der Einsatzplanung zu berücksichtigen.

Im weiteren Verfahren ist zu prüfen, inwieweit Verkehrssicherheit, Gesundheitsgefährdung und Lärmentwicklung an besonders lauten Straßenabschnitten zusammentreffen und zu einer dauerhaften Überwachung der Geschwindigkeit führen können.

Zusätzlich werden von uns in Zusammenarbeit mit den Bezirken Dialog-Displays eingesetzt, die die Verkehrsteilnehmer zur Einhaltung der zulässigen Geschwindigkeit anhalten. Sie werden – soweit möglich – an Orten aufgestellt, auf die von den Teilnehmern an leises.berlin.de hingewiesen wurde. Ein Einsatz in der Perleberger Straße wird im weiteren Verfahren geprüft werden.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung wurden viele Hinweise zu möglichen weiteren Tempo-30-Abschnitten auf Hauptverkehrsstraßen gegeben. Eine Reihe von Kommentaren wendet sich aber auch gegen weitere Geschwindigkeitsbeschränkungen.

Die Vorschläge werden von uns aufbereitet und zunächst aus fachlich-akustischer Sicht bewertet und gegebenenfalls mit Prioritäten versehen. Die weitere Verfahrensweise wird dann mit der Verkehrsverwaltung abgestimmt. Über die Ergebnisse werden wir im Rahmen der Lärmaktionsplanung berichten.

Tempo 30-Anordnungen aus Lärmschutzgründen sind rechtlich nur auf der Grundlage des § 45 StVO durch die Straßenverkehrsbehörde möglich; hierfür ist aber eine Einzelfallprüfung unter Einbeziehung aller verkehrsrelevanten Belange erforderlich.

Derzeit wird im Land Berlin die Finanzierbarkeit eines aktuellen Schallschutzfensterprogramms geprüft.

Kommentar Nr. 1

Unterstütze Geschwindigkeitsbeschränkung

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Ein paar hundert Meter weiter ist das gleiche Problem, das alle Anwohner in unserem Haus unter 24 Stunden erhöhten Verkehrslärm leiden.
Eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h wird hier eine erhebliche Senkung des Lärmpegels bewirken.