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Rheinstrasse (zwischen Walter-Schreiber-Platz und Kaisereiche) wird von Rasern terrorisiert

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Straßenlärm Tag (bzw. 24h)

Rheinstrasse (zwischen Walter-Schreiber-Platz und Kaisereiche) wird von Rasern terrorisiert

Betrifft den gesamten Abschnitt der Rheinstraße zwischen Walter-Schreiber-Platz und Kaisereiche.
Die folgenden Probleme lassen sich lösen, wenn auf einer der zwei Wiesen in Höhe der Rönnebergstr. ein 360-Grad-Blitzer aufgestellt würde, der Autos UND Motorräder erfasst. Der Traum aller Anwohner wäre ausserdem, diesen Abschnitt Nachts als Tempo-30-Zone auszuweisen, was durch die parallel führende Autobahn auch keine wirkliche Behinderung des Verkehrsflusses darstellen würde.
Die Probleme auf dem Abschnitt Rheinstraße zwischen Walter-Schreiber-Platz und Kaisereiche im einzelnen sind:
Problem 1: Zwischen ca. 4:30 bis 6:30 rast der frühe Berufsverkehr durch diesen Abschnitt mit einer durchschnittl. Geschwindigkeit von 70-80 km/h. Dies Tempo reduziert sich erst, wenn das Verkehrsaufkommen größer wird.
Problem 2: Zwischen ca. 23:00 bis 2:00 wird dieser Abschnitt immer wieder gern als Beschleuhigungsstrecke genutzt, d.h.: einzelne Fahrer, aber auch manchmal mehrere im Wettbewerb, versuchen, die Streiche zwischen Walter-Schreiber-Platz und Kaisereiche so schnell wie irgend möglich zu absolvieren. Dann wird a.d. Kaisereiche gewendet und das Ganze wird in umgekehrter Richtung wiederholt.
Problem 3: Ansonsten kann man für diesen Rheinstraßen-Abschnitt innerhalb von 24 Stunden sagen: wenn sich der Verkehrsfluss (besonders früher Abend und am Wochenende) etwas reduziert, wird hier zwischen Tempo 60-70 gefahren.

Eigene Auswahl möglicher Maßnahmen
Geschwindigkeiten für Autos reduzieren und Tempo 30-Abschnitte
Verkehrsfluss organisieren (Verlagerung, Verkehrsfluss verbessern, Lieferzonen, Parkraumbewirtschaftung)
Eigener Maßnahmenvorschlag
360-Grad-Blitzer gegen die hohe Zahl an Rasern
13 Teilnehmer/innen unterstützen den Vorschlag
0 Teilnehmer/innen sind neutral
2 Teilnehmer/innen lehnen den Vorschlag ab

Erklärung: Die Bewertung diente der Ermittlung einer Top20-Liste, weitere Infos dazu hier.

Rückmeldung der Senatsverwaltung: 

Zu hohe Geschwindigkeiten im Straßenverkehr sind häufig Thema von Lärmbeschwerden und so auch vieler Beiträge auf www.leises.berlin.de. Der Zusammenhang zwischen Fahrgeschwindigkeit und Lärmentwicklung ist eindeutig belegt. Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit – oft in Verbindung mit lärmintensiven Beschleunigungsvorgängen – erhöhen die Störwirkung.

Die Maßnahmen der Lärmaktionsplanung, z. B. die entsprechende Gestaltung des Straßenraums, sollen dazu beitragen, dass ein angepasstes Geschwindigkeitsniveau mit einem möglichst stetigen Verkehrsfluss erreicht wird.

Damit können aber mutwillige Geschwindigkeitsübertretungen nicht verhindert werden.
Sie stellen einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) dar, hier ist die Polizei gefragt. Sie betreibt die stationären Radargeräte und macht auch mobile Kontrollen. Im Fokus steht hier eigentlich die Verkehrssicherheit. Denn schließlich ist bei überhöhten Geschwindigkeiten nicht nur der Lärm ein Problem, sondern auch die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer. Daher wird die Polizei von uns eingebunden. Sie erhält von uns die Beiträge, die sich mit den Themen Geschwindigkeitsübertretung befassen, mit der Bitte, sie bei der Priorisierung der Einsatzplanung zu berücksichtigen.

Im weiteren Verfahren ist zu prüfen, inwieweit Verkehrssicherheit, Gesundheitsgefährdung und Lärmentwicklung an besonders lauten Straßenabschnitten zusammentreffen und zu einer dauerhaften Überwachung der Geschwindigkeit führen können.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung wurden viele Hinweise zu möglichen weiteren Tempo-30-Abschnitten auf Hauptverkehrsstraßen gegeben. Eine Reihe von Kommentaren wendet sich aber auch gegen weitere Geschwindigkeitsbeschränkungen.

Die Vorschläge werden von uns aufbereitet und zunächst aus fachlich-akustischer Sicht bewertet und gegebenenfalls mit Prioritäten versehen. Die weitere Verfahrensweise wird dann mit der Verkehrsverwaltung und der Straßenverkehrsbehörde abgestimmt. Über die Ergebnisse werden wir im Rahmen der Lärmaktionsplanung berichten.

Tempo 30-Anordnungen aus Lärmschutzgründen sind rechtlich nur auf der Grundlage des § 45 StVO durch die Straßenverkehrsbehörde möglich. Hierfür ist aber eine Einzelfallprüfung unter Einbeziehung aller verkehrsrelevanten Belange erforderlich.

Lärmminderungspotenziale bestehen einerseits in der Gestaltung des Straßenraums – mit dem Ziel, eine Verstetigung des Verkehrsflusses auf einem angepasstem Geschwindigkeitsniveau zu erreichen – andererseits soll bei der Durchführung von größeren zusammenhängenden Instandsetzungsabschnitten auf Straßenabschnitten in der Rhein- und der Hauptstraße die Verwendung von lärmarmen Asphalten geprüft werden.

Kommentar Nr. 1

Problem geht hoch bis zur Bülowstr.

1

Auch ich fahre die Strecke jeden morgen. Und aus eigenen Erfahrungen wird man regelrecht geschnitten, wenn man sich an die Geschwindigkeit hält. Im Sommer nehme ich das Fahrrad und morgens um 5:30 ist es echt kein angenehmes Gefühl, wenn die Raser mit 70-80 km/h an einem vorbeifahren. Nur regelmäßige Kontrollen können dies eindämmen.

In den letzten sechs Jahren gab es keine einzige Kontrolle in den frühen Morgenstunden.

Kommentar Nr. 2

Und die LKW nutzen nicht die parallel laufende Autobahn!

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Ich stimme all den Vorschlägen uneingeschränkt zu! Was mich aber auch sehr stört: obwohl das Stück B1 zwischen Kaisereiche und Rathaus Steglitz für LKW "gesperrt" ist - also diesen die Benutzung der parallel laufenden Autobahn vorgeschrieben wird - fahren trotzdem täglich diverse LKW durch unsere enge Rheinstraße und Schloßstraße. Und ganz ätzend: wenn es denen nicht schnell genug geht, oder ihnen sonst etwas nicht in den Kram passt, dann drücken die kräftig auf die Hupe. Als Radfahrer oder Fußgänger bekommt man dann jedesmal fast einen Herzinfarkt.

Kommentar Nr. 3

Nur festinstallierte Blitzer könnten helfen

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Meine Familie und ich leiden ebenfalls sehr unter den nächtlichen Rasern. Da hilft wohl tatsächlich nur ein dauerhaft installierter Blitzer. Rheinstraße, Ecke Rönnebergstr. scheint mir ebenfalls ein guter Standort zu sein.

Kommentar Nr. 4

... und dann noch die Samstagabende im Sommer ...

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... da wird bei schönem Wetter gnadenlos Wettrennen gefahren! Bin froh, wenn ich dann nicht die Rheinstraße überqueren muss - selbst die Ampel an der Kaisereiche ist da für Fußgänger gefährlich!

Kommentar Nr. 5

Warum kein Fahrradstreifen? Keine Tempokontrolle? Keine Ampelkontrolle?

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Die Probleme sind doch noch viel umfassender. Als der Fahrradstreifen in der Schloßstraße angelegt wurde, hatten viele Anwohne der Rheinstraße gehofft, dass dieser in Richtung Insbrucker Platz weiter fortgeführt würde (in der Gegenrichtung gibt es zumindest eine Busspur). Stattdessen zeigt sich jetzt folgendes Bild: die Autofahrer, die in der Schloßstraße meist im Stau stehen oder nur sehr langsam vorwärts kommen, lassen dann in der Rheinstraße ihren Frust raus und geben hier "endlich" wieder kräftig Gas. Vorsätzlich lautes Röhren der Motoren und Tempo 70 ist inzwischen Standard. Und besonders schlimm, da in der Nähe eine Grundschule ist: das Rot der Fußgängerampel Rheinstraße/Rönnebergstraße wird auch gern mal ignoriert!

Kommentar Nr. 6

Rotlicht wird überfahren

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... ich schätze mal, pro Tag fahren an der Fußgängerampel in der Rheinstraße Ecke Rönneberg etwa 8 bis 10 Autos bei Rot über die Ampeln (vor allem über die Ampel Richtung Stadtauswärts).

Kommentar Nr. 7

Raser produzieren Lärm

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Völlig korrekt, dass auf der Rheinstraße viele Probleme zusammenkommen, aber das hier ist ein Anti-Lärm-Forum und kein Ampel-Forum. Darum: bitte endlich Tempokontrollen auf der Rheinstraße, besonders Samstags, Sonntags, Feiertags und zwischen 23:00 und 6:00, denn da wird hier durch die elende Raserei unnötig gelärmt. Ich würde gern mal wieder ruhig durchschlafen oder im Sommer Sonntags nachmittags auf meinem Balkon sitzen, ohne dass mir von den dröhnenden Motorrädern die Ohren klingeln. Festinstallierte Blitzer auf Höhe der Rönneberger Str. unterstütze ich ausdrücklich - in der Hoffnung, dass die auch Motorräder erfassen können!