Berlin.de Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

Schleichverkehr durch Anliegerstraße

Karte

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Straßenlärm Tag (bzw. 24h)

Schleichverkehr durch Anliegerstraße

Die Straße "Am Wiesenrain" ist als Anliegerstraße konzipiert. Wie man auf der Karte gut sehen kann, ist sie eine Abkürzung gegenüber dem zweispurigen Fürstenwalder Damm. Hinzu kommt, dass der Fürstenwalder Damm vielen Autofahrern unattraktiv erscheint, weil es dort eine Baustelle gibt und ganze drei Ampeln, die sich durch die Abkürzung "Am Wiesenrain" umgehen lassen. Das sind starke Faktoren - die für sehr viele Pendler ausschlaggebend ist, die Straße zu nutzen.

Der Umstand, dass die Straße "Am Wiesenrain" am S-Bahnhof Hirschgarten vorbeiführt und werktags die Straße von Pendlern von vorne bis hinten zugeparkt ist und sich die Autos an manchen Stellen vorbeiquälen müssen, hält kaum jemand ab, die Straße als Abkürzung zu nutzen. Für die Anwohner macht diese Doppelbelastung die Situation nicht einfacher. Aus Angst um ihre Außenspiegel parken viele Park-and-ride-Nutzer einfach auf dem Grünstreifen anstatt wie eigentlich nur erlaubt direkt am Straßenrand. Kontrolliert vom Ordnungsamt wird das selten. Und wenn die Straße nicht an beiden Seiten zugeparkt ist (am Wochenende und nachts) wird sie gerne als Rennstrecke genutzt.

Folgende Ideen hätte ich:
a) eine Sperrung der Straße durch Boller am S-Bahnhof Hirschgarten
b) eine veränderte Verkehrsführung an der Kreuzung Mühlweg/Stillerzeile, sodass man von Mühlweg und Am Wiesenrain nur in die Stillerzeile einbiegen kann. Dieser Umweg würde die Umfahrung der Hauptverkehrsstraße unattraktiv machen
c) eine Beschränkung auf Anlieger

Eigene Auswahl möglicher Maßnahmen
Dialogdisplays
Verkehrsfluss organisieren (Verlagerung, Verkehrsfluss verbessern, Lieferzonen, Parkraumbewirtschaftung)
17 Teilnehmer/innen unterstützen den Vorschlag
0 Teilnehmer/innen sind neutral
2 Teilnehmer/innen lehnen den Vorschlag ab

Erklärung: Die Bewertung diente der Ermittlung einer Top20-Liste, weitere Infos dazu hier.

Rückmeldung der Senatsverwaltung: 

Die Straße Am Wiesenrain liegt im Nebennetz und ist Tempo-30 -Zone. Die Problemlage ist vielschichtig, da der S-Bahnhof Hirschgarten lediglich über die Straße Am Wiesenrain für den motorisierten Verkehr erreichbar ist, und somit eine regional begrenzte Erschließungsfunktion besteht. Zudem sind hier im Zusammenhang mit der Baumaßnahme Fürstenwalder Damm/Hirschgartendreieck seit längerer Zeit Ausweichverkehre zu verzeichnen, Baubeginn war Juli 2010. Mit Abschluss der Baumaßnahme Ende Juli 2013 wird eine Verbesserung der Situation erwartet.

Verkehrdämpfende Maßnahmen liegen für diese Straße in der Zuständigkeit des Bezirks. Über die Möglichkeiten werden hierzu im weiteren Verfahren noch Gespräche geführt.Eine Sperrung (außer Anlieger) der Straße kann aber aus unserer Sicht nur dann in Betracht gezogen werden, wenn die Erschließungsfunktion des S-Bahnhofs anderweitig sichergestellt werden kann. Dies wird auf Grund der vorliegenden verkehrlichen straßenseitigen Anbindung als nicht möglich angesehen.

Um verhaltensbedingte Probleme wie Raserei oder Falschparken zu verringern werden die zuständigen Bereiche der Polizei und des Ordnungsamts gebeten, hier tätig zu werden. Darüber hinaus soll die Aufstellung von Dialog-Displays, die die Verkehrsteilnehmer zur Einhaltung der zulässigen Geschwindigkeit anhalten, sollte geprüft werden.

Kommentar Nr. 1

Vorschläge für Lärmminderung

1

Die Sperrung am S-Bahnhof Hirschgarten wäre für alle Anwohner die beste Variante. Und das würde die Straße wieder zu dem machen, was sie eigentlich sein soll - eine Anliegerstraße!

Kommentar Nr. 2

Wohngebiet Hirschgarten

2

Der S-Bahnhof Hirschgarten wird von vielen Pendlern genutzt, die dort Ihre Autos abstellen und mit der S-Bahn in die Innenstadt fahren. Die Alternative, dass alle mit den Autos in die Innenstadt fahren, will sicherlich niemand.

Außerdem befindet sich im Wohngebiet eine Schule für Gehörgeschädigte und ein Kindergarten. Die Kinder in diesen Einrichtungen kommen meistens nicht aus diesem Wohngebiet und müssen von den Eltern gebracht werden. Dies geschieht wegen der großen Entfernungen und kleinen Kindern mit dem Auto. Man sollte den Eltern das nicht zusätzlich erschweren, deshalb lehne ich die Sperrung der Straße, Boller etc. ab.

Weiterhin entlastet die Straße den völlig verstopften Fürstenwalder Damm. Die Anwohner des Fürstenwalder Damm müssen den Verkehrslärm dauerhaft ertragen. Die Anwohner in Hirschgarten nur in wenigen Spitzenzeiten.

Mit der Fertigstellung des Hirschgartendreieck hat sich das Problem sowieso erledigt.

Kommentar Nr. 3

Am Wiesenrain/Schleichverkehr/30-Zone "pro Rad" (Raser)

3

Jeder der geschriebenen Ideen ist umsetzbar, Am Wiesenrain muss es nicht nur ruhiger werden, sondern auch sicherer für Alle!

Es gibt sehr ruhige Stellen in Berlin, dass sind die Behörden.
Dort ist es so ruhig, dass Verantwortliche nicht mehr aufwachen wollen.
Im wachem Zustand müsste man sich ja um die ernstzunehmenden Belange der Bürger kümmern.

Die Behörde in Treptow-Köpenick liegt seit 2008 im Dauerschlummer und die Wiesenrainer im Dauerkummer!

Anliegerstraße!!! Begrüße Ich!

Kommentar Nr. 4

Rechte nicht nach Wild-West-Manier erstreiten!!Lärm macht krank auch Kinder!!

4

Sehr geehrte Fwd!,

die Gründe, die Sie angeben und den Vorschlag der lärmgeplagten Anwohner stimmen so nicht!
Am Wiesenrain gibt es keine Schule, kein Gewerbe, keine Gehörlosenschule!! Sie meinenvielleicht die Stillerzeile und die ist gute vom Fürstenwalder Damm zu erreichen.Es geht hier und berlinweit um mehr Akzeptanz, Toleranz und Verständnis. Das ist vielen Bürgern und Bürgerinnen vollkommen abhanden gekommen-Hauptsache ich! Lesen Sie die Kommentare vieler Anlieger in der ganzen Stadt!
Für den S-Bhf. gibt es keinen gesetzlichen Anspruch, daß dieser mit dem Auto erreicht werden kann o. dort Parkplätze vorhanden sein müssen!!Es gibt Bahnhöfe in der Stadt, wo generell nicht geparkt werden kann o. nur 5-10 Stellplätze vorhanden sind. Daran sollten Sie denken, wenn Sie die Pendler-Karte ziehen.
Schuld an dieser Misere ist die Bahn, die große Flächen auf dem alten Güterbahnhof nur verwaltet und auf einen zahlungskräftigen Investor wartet. Dieser staatseigene "Verkehrsträger" kümmer sich nicht um das Wohl "seiner" Kunden. Und ob die denn Ihren PKW günstig am Bahnsteig parken können!!
Wir sind auch gegen unendlichen Individualverkehr, aber bitteschön das Parken auf einem ordentlichen P+R muss organisiert sein. Und wenn dafür auf öffentlichem Straßenland kein Platz ist, geht es eben nicht.
Die Rennstrecke und Abkürzung am Wiesenrain wird sich mit Beendigung der Baustelle am Hirschgartendreieck nicht erledigen. Auch in diesem Punkt wiedersprechen wir Ihnen.

Kommentar Nr. 5

Korrektur des Beitrages von fwd

5

Eine Absperrung mit Bollern würde Park-and-ride keinesfalls behindern - ganz im Gegenteil. Wenn der Durchgangsverkehr durch diese Anliegerstraße wegfällt, ist das Parken und die Parkplatzsuche dort auch einfacher. Ganz abgesehen davon, dass es hier sinnvoll wäre, wenn die Bahn aus ihren vielen Flächen dort einige Park-and-Ride-Plätze machen würde.

Was die Schule und die Kita anbetrifft, so ist der Verweis darauf schlicht falsch. Beides liegt auf der anderen Seite des Naturschutzgebietes in der Stillerzeile und es wäre ein Riesen-Umweg, dorthin über die Straße am Wiesenrain zu fahren - egal von welcher Seite man kommt.

Also bitte etwas mehr Sachlichkeit und hier nicht Kinder vorschieben. Und was den Vergleich mit dem Fürstenwalder Damm anbetrifft, so hingt auch dieser. Der Fürstenwalder Damm hat aufgrund der Fahrbahnbeschaffenheit- und Breite, der Breite des Bürgersteiges und des danebenliegenden Grünstreifens, der unter diesen Rahmenbedingungen errichteten Häuser auf lediglich einer Seite dieser Straße und der drei Ampeln wohl etwas andere Rahmenbedingen. Und was die Baustelle anbetrifft: von Friedrichshagen aus hat man 3 Ampeln am Fürstenwalder Damm und keine einzige Am Wiesenrain. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn die Baustelle weg ist und wage doch sehr zu bezweifeln, dass die zahlreichen Autos, die Tag für Tag durch die kleine und unzreichend befestigte Straße Am Wiesenrain fahren, sich dann für die längere Alternativroute auf größerer Straße entscheiden.