Berlin.de Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

Straßenbahn-Schienenlärm stoppen

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Schienenlärm Tag (bzw. 24h)

Straßenbahn-Schienenlärm stoppen

1 Bundesratsintiative zur Abschaffung des Schienenbonus einbringen bzw. mittragen.
2. Lärmwerte und Anwohnerbeeinträchtigung prüfen.
3. Gegen Kurvenkreischen evtl. Gleitmittel einsetzen.
4. Konsequent langsamere Kurvenfahrten realisieren
5. Größere Fahrabstände bzw. Linienführung prüfen, um Überlastung der Strecken und der Anwohner zu mindern.
MfG
T.B.

Eigene Auswahl möglicher Maßnahmen
Dialogdisplays
Lärmschutzwände oder -wälle
Pflanzen von Bäumen
Verkehrsfluss organisieren (Verlagerung, Verkehrsfluss verbessern, Lieferzonen, Parkraumbewirtschaftung)
Schallschutzfenster (in Gebäuden)
Schienenverkehr leiser machen
Eigener Maßnahmenvorschlag
Senat, Bezirksamt und BVG sollten ihre eigene Verantwortung wahrnehmen statt mitzuteilen: Der Lärm ist unabänderlich.
31 Teilnehmer/innen unterstützen den Vorschlag
1 Teilnehmer/innen sind neutral
10 Teilnehmer/innen lehnen den Vorschlag ab

Erklärung: Die Bewertung diente der Ermittlung einer Top20-Liste, weitere Infos dazu hier.

Rückmeldung der Senatsverwaltung: 

zu 1. Zur Zeit läuft zum Schienenbonus das Gesetzänderungsverfahren. Da sich Bund und Länder diesbezüglich nicht einigen konnten, wurde es in den Vermittlungsausschuss getragen. Das Ergebnis ist, dass der Schienenbonus ab dem 1. Januar 2015 und für Straßenbahnen ab dem 1. Januar 2019 nicht mehr anzuwenden ist, soweit zu diesem Zeitpunkt für den jeweiligen Abschnitt eines Vorhabens das Planfeststellungsverfahren noch nicht eröffnet ist, und die Auslegung des Plans noch nicht öffentlich bekannt gemacht wurde. Von der Anwendung des Schienenbonus kann bereits vor dem 1. Januar 2015 abgesehen werden, wenn die damit verbundenen Mehrkosten vom Vorhabensträger oder dem Bund getragen werden.

zu 2. Eine Prognose der Lärmbelastungssituation sowie daraus resultierende Lärmschutzmaßnahmen wurden detailliert in der Planfeststellung durchgeführt bzw. festgelegt. Im Rahmen der Lärmkartierung wird die Belastung mit den entsprechend hierfür vorgegebenen Berechnungsverfahren (ohne Schienenbonus) ermittelt. Diese Mittelungspegel sind aber nur eingeschränkt geeignet, das Problem des Kurvenquietschens darzustellen.

zu 3. Ein Vor-Ort-Termin ergab, dass erhebliche Kurvengeräusche auftreten. Die Geräuschpegel einzelner Vorbeifahrten unterscheiden sich dabei erheblich, und die Auffälligkeit der schon lauten Geräusche verstärkt sich durch sehr deutliche Frequenzspitzen.

Schienenschmiereinrichtungen zur Flankenschmierung und damit zur Verschleißminderung sind in den Kurven eingebaut. Diese können auch einen geringfügigen Effekt auf das Kurvengeräusch haben, verhindern die auffälligen Geräusche in den sehr engen Kurven allerdings nicht. Bei den sogenannten Schienenkopfkonditioniereinrichtungen, die das Kurvengeräusch wirksam verhindern, gibt es Entwicklungen. Diese werden auch bei der U-Bahn erfolgreich eingesetzt, haben bisher aber keine Zulassung für den Einsatz im Straßenverkehr. Hier besteht die zusätzliche Anforderung, dass die Konditioniermittel die Sicherheit weiterer Verkehrsteilnehmer – insbesondere Zweiradfahrer und Fußgänger – nicht beeinträchtigen sollen. Diese Sicherheit hat Vorrang vor der Lärmminderung. Eine Bewässerung wird beim straßenbündigem Oberbautyp von der BVG abgelehnt, da es in den Oberbau eindringt und Schäden verursachen kann.

zu 4. In den beiden Kurven werden schon niedrige Geschwindigkeiten von max. 20 km/h gefahren. Die Minderung der Geschwindigkeit führt allerdings nicht in jedem Fall zu einer Verringerung der Kurvengeräuschbelastung. Und es sind dabei auch verkehrlichen Anforderungen wie beispielsweise die Räumzeiten der Kreuzungen zu beachten. Weitere Geschwindigkeitsreduzierungen führen zu langen Vorbeifahrzeiten, die auch aus akustischen Gründen nicht erwünscht sind.

zu 5. Da der Kfz-Verkehr stadtweit die Hauptlärmquelle darstellt, und damit der Straßenbahnverkehr als Bestandteil des ÖPNV zur Lösung der Verkehrslärmbelastung beiträgt, wird eine Verringerung der Anzahl der Fahrten der Straßenbahn nicht angestrebt. Rechtlich sind die Linienführung und die Fahrabstände durch das zur Strecke durchgeführte Planfeststellungsverfahren abgesichert.

Die auftretenden Kurvengeräusche sind sehr auffällig, insofern ist das Anliegen der Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar. Aus fachlicher Sicht sollte die Schienenkopfschmieranlage prioritär geprüft und soweit möglich umgesetzt werden.

Kommentar Nr. 1

Das Feld Betreff ist erforderlich.

1

Noch besser wäre es sich endlich von der Tram zu verabschieden. Trolleybusse sind sauber, leiser, brauchen keine extra Gleise und können viel bedarfsgerechter eingesetzt werden

Kommentar Nr. 2

Schienenbonus endlich kippen

2

Schienenbonus gefährdet die Gesundheit der Anwohner inkl. der Passanten, der Geschäftsinhaber, der Arbeitenden bis hin zu ihrer Erkrankung. Sie wäre zu vermeiden.
Schienenbonus beeinträchtigt die Umwelt.
Bereits bei Planung ist die Verantwortung von Stadtplanern und der Politiker gefordert!
Korrekturen durch die Politiker sind geboten - Sie werden erwartet,

Kommentar Nr. 3

Straßenbahn-Schienenlärm stoppen

3

Ich würde gerne die Argumente derer kennenlernen, die gegen diese Anmerkungen sprechen!

Natürlich sind E-Busse eine Lösung, die über das 19. Jahrhundert hinausgeht

Kommentar Nr. 4

Straßenbahn-Schienenlärm stoppen

4

Schluss mit Lärmterror und Ignoranz der Verantwortlichen

Kommentar Nr. 5

Straßenbahn-Schienenlärm stoppen

5

Macht's wie Baden-Württemberg: Schienenbonus muss fallen!
E-Bus ist Alternative zur Tram.

Kommentar Nr. 6

Ich lehne den Vorschlag zum Teil ab.

6

Busse könnten nur im begrenzten Umfang die Straßenbahn ersetzen.
Wie viele Fahrgäste kann ein Bus befördern, wie viele eine Straßenbahn ?

Die Damen und Herren, die für die Abschaffung der Straßenbahn sind und als Ersatz den Bus favorisieren sollten dazu schreiben ob sie in Berlin ein Fahrrad, ein Auto oder den öffentlichen Nahverkehr benutzen.

Auf folgender Seite sind Positionen zu finden die sich mit Bus und Straßenbahn beschäftigen.
http://www.igeb.org/position.html

Immer weniger Sitzplätze in BVG-Bussen
(pdf 150 kB) aus SIGNAL 3/2011 (August 2011)

Chaotische Zustände im BVG-Busverkehr
(pdf 170 kB) aus SIGNAL 6/2010 (Dezember 2010)

Kommentar Nr. 7

Straßenbahn ist sinnvoll und notwendig

7

Die Straßenbahn ist als Verkehrsmittel sinnvoll und auf dieser Strecke notwendig.

Die Streckenführung ist natürlich nicht ideal. Durch die Beibehaltung des Grunnerstraßentunnels und der Bebauung des ehemaligen Parkplatzes ist eine Entschärfung der Kurvenradien nicht möglich. Die Neubauten spiegeln zudem den Schall.

Lärmschutzfenster, regelmäßige Funktionsprüfung der Kurvenschmieranlage und ggf. von Hand nachschmieren sind die effektivsten Maßnahmen die möglich sind. Die Geschwindigkeit ist schon gering, eine weitere Reduzierung dürfte da nicht viel bringen.

Kommentar Nr. 8

Straßenbahn-Schienenlärm stoppen

8

Die Stadt Düsseldorf lässt aufgrund enstsprechender Untersuchungen an sämlichen Kurven- und Weichenbereichen der Straßenbahn sogenannte "Flüstergleise" verlegen. Diese führen zu einer signifikanten Lärmminderung beim Durchfahren von Kurven.
Warum ist dies in Berlin kein Thema?
Ansonsten ist vollinhaltlich zuzustimmen.

Kommentar Nr. 9

Kurvenquietschen Der Straßenbahnen M4,M5,M6 im Bereich Otto-Braun-/Wadzeckstr.

9

Der Lärm ist nicht unabänderlich. Das wurde uns wieder und wieder von maßgeblicher Stelle versichert (z.B. von Frau Nikutta). In den angesprochenen Kurven können automatische Schmier- bzw. Berieselungsanlagen in das Schienenbett eingebaut werden.
Für die Anwohner der Otto-Braun-Str.29 und 31 (in Mollstr.3a und Wadzeckstr.10 umbe-
nannt) sowie der Wadzeckstr.11 ist seit der 2012 durchgeführten Schienenerneuerung das Kurvenquietschen noch unerträglicher geworden. Das neu gebaute Boardinghaus potenziert den Kurvenlärm zusätzlich. Das Haus Wadzeckstr.10, nur als Beispiel, hat die Balkone zur Wadzeckstr. hin. Sie sind nur noch als Abstellgelegenheit zu nutzen.
Wir hoffen sehr, dass der Senat , das Bezirksamt und die BVG sich Ihrer Verantwortung stellen. Wir wissen, dass der o.g. Weg Abhilfe schaffen kann.

Kommentar Nr. 10

Schienenbonus

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Zu 1.) Pro Vorschlag: Der Schienenbonus geht von einem gepflegten Rad-Schiene-System aus, von dem bei der Berliner Straßenbahn leider nicht die Rede sein kann.

Der Wegfall des Schienenbonus hätte weitreichende Folgen für die Hersteller von Straßenbahnen und würde die Entwicklung leiser Technik beschleunigen.