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Tempo 30 in Turmstraße und Alt-Moabit zwischen Stromstraße und Beusselstraße

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Straßenlärm Tag (bzw. 24h)

Tempo 30 in Turmstraße und Alt-Moabit zwischen Stromstraße und Beusselstraße

Beschluss der Stadtteilvertretung Turmstraße vom 25.07.11 für Tempo 30:

Die Stadtteilvertretung spricht sich dafür aus, auf der Turmstrasse (zwischen Beussel- und Stromstr.) sowie auf Alt-Moabit (zwischen Gotzkowskystr. und Stromstr.) durchgehend Tempo 30 einzuführen.

Begründung:
Die beiden Straßen haben eine starke Barrierewirkung für FußgängerInnen, denn das Überqueren dieser Straßen ist durch den schnellen Verkehr deutlich erschwert. Es gehört zu den Zielen des Aktiven Zentrums Turmstraße, die Aufenthalts- und Wohnqualität im Großraum Turmstraße zu verbessern. Auch die Abriegelung des südlichen Teils von Moabit durch die beiden Straßen soll verringert werden.
Des weiteren bestehen in Teilen dieser Bereiche hohe Lärm- und Schadstoff-belastungen, die durch Tempo 30 stark reduziert werden können. Lärm und Schadstoffe verschlechtern die Aufenthaltsqualität zum Flanieren und Einkaufen und beeinträchtigen die Gesundheit der AnwohnerInnen.
Tempo 30 würde für den motorisierten Verkehr am Tag keine wesentliche Beeinträchtigung bedeuten, da die Durchschnittsgeschwindigkeit für PKW und Busse in Berlin tagsüber deutlich unter 30 km/h liegt. Statt in schneller Folge auf höheres Tempo zu beschleunigen und vor Ampeln wieder herunterzubremsen, wird durch
Tempo 30 eine Verstetigung des Verkehrsflusses gefördert.
(Quelle zu Unfallzahlen und Lärm-, sowie Schadstoffbelastung: LK Argus Abschlussbericht 2010 und Umweltatlas-Lärmkarten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.)

Eigene Auswahl möglicher Maßnahmen
Geschwindigkeiten für Autos reduzieren und Tempo 30-Abschnitte
KFZ-Spuren reduzieren oder verengen
Vorstrecken des Gehwegs
Pflanzen von Bäumen
Verkehrsfluss organisieren (Verlagerung, Verkehrsfluss verbessern, Lieferzonen, Parkraumbewirtschaftung)
Eigener Maßnahmenvorschlag
Tempo 30 in der Turmstraße und Alt-Moabit, Markieren Radfahrstreifen auf der Fahrbahn, Einspurigkeit für fließenden
28 Teilnehmer/innen unterstützen den Vorschlag
1 Teilnehmer/innen sind neutral
4 Teilnehmer/innen lehnen den Vorschlag ab

Erklärung: Die Bewertung diente der Ermittlung einer Top20-Liste, weitere Infos dazu hier.

Rückmeldung der Senatsverwaltung: 

Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung wurden viele Hinweise zu weiteren Tempo-30-Abschnitten auf Hauptverkehrsstraßen gegeben. Eine Reihe von Kommentaren wendet sich gegen weitere Geschwindigkeitsbeschränkungen. Die Vorschläge werden von uns aufbereitet und zunächst aus fachlich-akustischer Sicht bewertet und gegebenenfalls mit Prioritäten versehen. Die weitere Verfahrensweise wird dann mit der Verkehrsverwaltung und der Straßenverkehrsbehörde abgestimmt. Über die Ergebnisse werden wir im Rahmen der Lärmaktionsplanung berichten.

Tempo 30-Anordnungen aus Lärmschutzgründen sind rechtlich nur auf der Grundlage des § 45 StVO durch die Straßenverkehrsbehörde möglich. Hierfür ist aber eine Einzelfallprüfung unter Einbeziehung aller verkehrsrelevanten Belange erforderlich.

Aus fachlicher Sicht sind zudem Maßnahmen zur Lärmminderung durch eine entsprechende Straßenraumgestaltung möglich, diese wurden zum Teil bereits mit der im Rahmen der „Aktiven Zentren“ erstellten Verkehrskonzeption untersucht. Eine Abstimmung mit dem Bezirk sowie der Verkehrsabteilung wird hinsichtlich der Umsetzung der hier bereits enthaltenen Maßnahmen (z. B. die Anlage von Radverkehrsstreifen) angestrebt. Zudem ist mittelfristig im Rahmen von Straßensanierungen der Einsatz lärmoptimierten Asphalts zu prüfen.

Kommentar Nr. 1

Notwendig

1

ist der Schritt zu Tempo 30. Weniger Verkehrslärm und zusätzlich weniger Gefährdung in Moabits Hauptstraßen, in denen sich viele Menschen aufhalten. Das Überqueren würde sicherer, das Radfahren ebenso. Bisher sind viele starke Beschleunigungsvorgänge (0-60) und Bremsvorgänge (60-0) zu beobachten, die viel Lärm, Abgase und Benzinverbrauch bedeuten, im Durchschnitt aber das Autofahren nicht schneller machen als ein kontinuierlicheres Tempo 30.
Der Senat sollte prüfen, ob den Anwohnern schon gesetzlich (Lärmgrenzwerte tags und nachts) der Lärm nicht weiter zugemutet werden kann und auch die genannten weiteren Auswirkungen einer Beachtung wert sind. Diese Initiative läßt hoffen, dass es wahr wird.

Kommentar Nr. 2

Tempo 30 ist eine Behinderung des öffentlichen Nahverkehrs

2

Durch Tempo 30 wird auch die BVG erheblich verlangsamt.

Die Aussage "Statt in schneller Folge auf höheres Tempo zu beschleunigen und vor Ampeln wieder herunterzubremsen, wird durch Tempo 30 eine Verstetigung des Verkehrsflusses gefördert." ist eine reiche Spekulation und durch nichts belegt.

Kommentar Nr. 3

derzeit wechselnde Geschwindigkeitsbeschränkung auf einheitlich 30 km/h

3

In der östlichen Turmstraße sind derzeit wechselnde Geschwindigkeitsbeschränkungen von dauerhaft 30 dann wegen der Schule zeitweise 30 und zwischendurch einige Stückchen 50 km/h, was ständig zu Beschleunigung und Abbremsen führt.

Die viele Millionen kostende Verbesserung der Aufenthaltsqualität im kleinen Tiergarten und im Ottopark sowie in der Turmstraße und Alt-Moabit als Geschäftsstraßen ergibt nur einen Sinn, wenn auch die Lärm- und Schadstoffemissionen erheblich reduziert werden.

Hierzu wird eine auf beiden Straßen einheitliche Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h
ganz erheblich beitragen, zudem dies noch die Sicherheit von Fußgängern und Radfahren deutlich erhöht.

Kommentar Nr. 4

Ein "kontinuierliches Tempo 30" gibt es nicht ...

4

... genauso wenig wie es jetzt ein kontinuierliches Tempo 50 gibt. Wenigstens, solange es Ampeln und Fußgängerüberwege gibt – und die wollt ihr doch wohl nicht abschaffen? Von daher ist eine stetige oder gleichmäßige Geschwindigkeit ohne Abbremsen und Beschleunigen weder mit 50 noch mit 30 zu erreichen.

Da wo Busse oder demnächst sogar Straßenbahnen fahren, möchte ich keine durchgängige 30-Zone. Durchgängig 30 auf der Stromstraße vom Hansaviertel bis zur Putlitzbrücke hielte ich eher für sinnvoll, die ist auch noch stärker vom Verkehr belastet.

Kommentar Nr. 5

Turmstraße = Hauptgeschäftsstr. UND Hauptverkehrsverbindung. Gut so . Aber besser wäre leiser.

5

Ich halte nichts von der Idee Tempo 30 einzuführen.
Um von der Beusselstr. auf die Stromstr. zu gelangen passiert man auf 1 Kilometer fünf Ampelanlagen incl. Fußgängerampeln, zusätzlich noch zwei Fußgängerampeln. Damit ist der Verkehr ohnehin schon stark eingebremst und Fußgänger haben eine komfotable Anzahl an Übergangsmöglichkeiten.
Mehr Fluß und Ruhe vor Möchtegern-Startmanövern würde man evtl. erreichen durch einspurige Verkehrsführung, wobei die dann zweite Spur als Busspur ausgewiesen werden könnte. Die Turmstraße ist ein vielbefahrene Busroute (TXL,M24,101,123) und gleichzeitig die schnellste Verbindung für Taxi zwischen Hauptbahnhof/Zentrum Mitte und TXL bzw. dem "Technologiezentrum , was danach hoffentlich nach TXL kommt.
Damit wären auch die Raser und Spurwechsler eingebremst, die die Turmstraße als Ihre Rennstrecke nutzen.
Was wird dann aber mit der ohnehin katastrophalen Parksituation ? Die Parkplätze reichen nicht mal für die Anwohner! 500 m und mehr von der Wohnung bis zum gefundenen Parkplatz sind nichts Ungewöhnliches. Kostenpflichtige Parkraumbewirtschaftung ? NEIN. Lieber laufe ich 500 m als dafür zu zahlen, dass mein reservierter Parkraum ohnehin wieder besetzt sein wird. Die Ahndung von Halte- und Parkverstößen , Geschwindigkeitsübertretung sind Framdwörter in der Turmstr., es sei den Siemens transportiert eine Turbine. Gegenwärtig halte ich einzig mehr Polizeipräsenz für hilfreich , um mehr Ruhe zu bringen und Verstößen aller Art auch zu begegnen.

Kommentar Nr. 6

Unbedingt unterstützenswert!

6

Tempo 30 reduziert Lärm, Abgase und ist sicherer für Fußgänger und Radler.
Die Turmstraße soll als Geschäftsstraße attraktiver werden. Das wird nur funktionieren, wenn sie leiser wird.
Man versteht derzeit ja auch in großen Teilen der Grünanlagen sein eigenes Wort nicht mehr.

Kommentar Nr. 7

auf Turmstraße und Alt Moabit Tempo 30

7

Wäre spitze!
Mignon Gräsle

Kommentar Nr. 8

Grünanlage kleiner Tiergarten würde bei Lärmminderung wirklich zur Naherholung.

8

Relaxen kann ich in dem netten kleinen Grün, welches ich eigentlich sehr schätze, nicht, wenn nördlich und südlich alle Autos an den Ampeln lärmend bis auf 50 - 60 Stundenkilometer losstarten.
Lärmminderne Maßnahmen tuen Not.
Vieleb Dank für diese Möglichkeit sich öffentlich zu beteiligen.

Kommentar Nr. 9

Was gibt der Umbau des kl. Tiergarten für einen Sinn, wenn der Verkehrslärm nicht reduziert wird?

9

Es ist für mich die am Nächten gelegene Wiese, auf die ich mich im Sommer eigentlich gerne legen möchte, um zu lesen. Wegen des hohen Lärmpegels muss ich dann doch immer wieder bis zum großen Tiergarten laufen.