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Wer BER sät, wird Lärm ernten ... Flugverkehrszuwachs in Tegel verlärmt Spandau

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Fluglärm Tag (24h)

Wer BER sät, wird Lärm ernten ... Flugverkehrszuwachs in Tegel verlärmt Spandau

Erste Hilfe: Das Nachtflugverbot einhalten. Besonders in den späten Abendstunden zwischen 23 Uhr und 1 Uhr hat die Zahl der Ausnahmegenehmigungen gefühlt zugenommen (und ich denke, das lässt sich mit Zahlen belegen).

Insgesamt ist der Anstieg des Flugverkehrs seit Sommer 2012 deutlich zu spüren. Angedacht wurde schon, Fluggesellschaften nach Schönefeld auszulagern, was die aber nur auf freiwilliger Basis machen. Aber irgendein Druckmittel muss es doch geben ...? Statt jetzt Tegel noch einmal auszubauen muss einfach klar sein: Es ist Schluss, mehr geht nicht. Wer mehr will, muss das in Schönefeld erledigen!

Eigener Maßnahmenvorschlag
Nachtflugverbot einhalten. Verstärkt Verwendung von Schönefeld forcieren.
54 Teilnehmer/innen unterstützen den Vorschlag
3 Teilnehmer/innen sind neutral
17 Teilnehmer/innen lehnen den Vorschlag ab

Erklärung: Die Bewertung diente der Ermittlung einer Top20-Liste, weitere Infos dazu hier.

Rückmeldung der Senatsverwaltung: 

In dem Beitrag und den Kommentaren ist eine Reihe von Hinweisen auf Lärmstörungen und Vorschläge zu deren Beseitigung enthalten. Diese werden häufig in anderen Beiträgen zu einem Flughafenstandort in gleicher Weise, nur mit unterschiedlicher Gewichtung genannt. Die Beantwortung aller flughafenbezogener Beiträge erfolgt daher gemeinsam. Die Themen sind zum besseren Überblick als Abschnittstitel hervorgehoben.

Verkehrsverlagerung von Tegel nach Schönefeld

Eine Verkehrsverlagerung auf dem Verwaltungsweg ist nach geltendem Luftverkehrsrecht nicht durchsetzbar. Solange es die durch den sogenannten Koordinierungseckwert definierte Kapazität des Flughafens zulässt, dürfen die Luftverkehrsgesellschaften innerhalb der geltenden Betriebszeiten uneingeschränkt Flüge an dem von ihnen gewählten Standort durchführen. Eine auch teilweise Verkehrsverlagerung nach Schönefeld lehnen die Fluggesellschaften ab. Sie verweisen dabei auf baulich-technisch bedingte unterschiedliche Abfertigungskonzepte an beiden Flughäfen, weshalb die in Tegel praktizierten Abfertigungsabläufe in Schönefeld nicht realisierbar seien. Eine Aufteilung der Flüge auf zwei Standorte sei wirtschaftlich nicht machbar. Auch die 15 bis 30 % höheren Flughafenentgelte in Tegel sind für die Luftverkehrsgesellschaften derzeit keinen ausreichender Anlass, Flüge nach Schönefeld zu verlegen.

Vorverlegung des Nachtflugverbot in Tegel auf 22 Uhr

Rechtsgrundlage für den Betrieb des internationalen Verkehrsflughafens Berlin-Tegel ist § 2 Abs. 5 des Gesetzes zur Überleitung von Bundesrecht von Berlin (West), 6. Überleitungsgesetz vom 25. September 1990 (BGBl. I S. 2106) i.V.m. §§ 6, 8 LuftVG. Nach diesen Vorschriften gilt der Flughafen als luftrechtlich genehmigt und planfestgestellt. Dies umfasst jeglichen Flugbetrieb, der durch die beiden Start- und Landebahnen technisch möglich ist, einschließlich der dazu noch von den Alliierten verfügten Betriebsbeschränkungen. Sie sind im Luftfahrthandbuch Deutschland (AIP Germany) als „Örtliche Flugbeschränkungen“ veröffentlicht.

Eine Änderung dieser Betriebsbeschränkungen mit der Folge, dass Flüge nur noch in der Zeit von 06.00 bis 22.00 Uhr stattfinden, könnte nur auf der Grundlage eines Änderungsgenehmigungsverfahrens nach § 6 Abs. 4 des Luftverkehrsgesetzes (LuftVG) erfolgen. Ein solches Verfahren läuft derzeit nicht. Die für den Flughafen Tegel geltenden Betriebsbeschränkungen sind von ihrem Umfang her mit denen aller anderen deutschen Verkehrsflughäfen vergleichbar. In der Diskussion müssen neben den Interessen der vom Fluglärm betroffenen Bürgerinnen und Bürgern auch die sonstigen öffentlichen Interessen berücksichtigt werden. Die Hauptstadt und internationale Metropole Berlin muss über einen leistungsfähigen Flughafen verfügen.

Einhaltung des Nachtflugverbots in Tegel

Für den Flughafen gelten die „Örtlichen Flugbeschränkungen für den Flughafen Berlin-Tegel“, veröffentlicht im Luftfahrthandbuch Deutschland (AIP Germany). Unter Nr. 2 „Einschränkungen des Nachtflugverkehrs“ legen diese fest, dass Starts und Landungen in der Zeit von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr unzulässig sind. Generell ausgenommen von den Flugbeschränkungen an den deutschen Flughäfen sind Flüge im Katastrophen- und medizinischen Hilfeleistungseinsatz sowie in sonstigen Notfällen, im Nachtluftpostdienst der Deutschen Post AG, von Polizei und Bundespolizei sowie militärische Flüge (darunter Regierungsflüge).

Für verspätete Starts und Landungen, deren planmäßige Abflug- oder Ankunftszeit vor 23.00 Uhr liegt, können unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmegenehmigungen erteilt werden. Die Prüfung erfolgt im Einzelfall und wird jeweils dokumentiert. Wichtigste Voraussetzung für die Erteilung ist, dass die Verspätung nicht von der Fluggesellschaft selbst verursacht worden ist. Die Praxis der Erteilung von Ausnahmegenehmigungen ist restriktiv. Die Nachtflugbewegungen werden von der Luftfahrtbehörde regelmäßig ausgewertet, der ordnungsgemäße Betrieb des Flughafens und die Einhaltung der Betriebszeiten kontrolliert. Die Fluglärmschutzkommission widmet diesem Thema in ihren Sitzungen höchste Priorität.

Anstieg des Verkehrsaufkommens in Tegel

In den Monaten nach dem verschobenen Eröffnungstermin des Flughafens BER – Juni, Juli und August 2012 – wuchs die Anzahl der Flugbewegungen in Tegel um 5,3 bis 7,3 % gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat. Der Anstieg der Anzahl der Flugbewegungen im Gesamtjahr 2012 betrug jedoch lediglich 1,0 % gegenüber dem Vorjahr. Ein weiterer Anstieg der Anzahl der Flugbewegungen im Jahr 2013 ist nicht zu erwarten.

Die Verschiebung der geplanten Eröffnung von BER wurde zu einem Zeitpunkt bekannt gegeben, an dem die Fluggesellschaften ihre Planungen bereits vorgenommen hatten. Damit es nicht zu erheblichen Flugausfällen kommen würde, genehmigte die Berliner Luftfahrtbehörde in den Sommermonaten 2012 einzelne beantragte Flüge zwischen 23.00 Uhr und 23.30 Uhr. Die Behörde darf nach Nr. 2.5 der Örtlichen Flugbeschränkungen in begründeten Einzelfällen Ausnahmen insbesondere dann zulassen, wenn diese zur Vermeidung erheblicher Störungen im Luftverkehr oder in Fällen besonderen öffentlichen Interesses erforderlich sind.

In der Winterflugplanperiode 2012/2013 bestand ein solches Erfordernis nicht. Es besteht auch nicht für die kommende Flugplanperiode. Die am Flughafen Tegel operierenden Luftverkehrsgesellschaften haben ihre Planungen an die aktuellen Bedingungen angepasst.

Kommentar Nr. 1

Wer BER sät, wird Lärm ernten

1

Auch ich bin für weniger Lärm um Tegel herum.
Aber unsere BER-Verantwortlichen planen eine große Lärmumschichtung.
Wenn der neue BER mal in Betrieb gehen sollte, werden in der Region um Tegel .zig Tausende vom Fluglärm entlastet. ABER im Süden Berlins werden gleichzeitig .zig Tausende andere Berliner und Brandenburger neu belastet - ohne hinreichenden Lärmschutz.
Die einzig humane Lösung kann sein, den neuen BER-Flughafen in eine wenig besiedelte Region, z.B. Sperenberg zu verlagern!

Kommentar Nr. 16

Hinweis der Moderation

16

Hallo mopelia,

vielen Dank für ihre Beteiligung an diesem Projekt.
Allerdings möchten wir Sie bitten, in Zukunft auf Aussagen zu verzichten, die als Beleidigung aufgefasst werden können und einer sachlichen und konstruktiven Diskussion im Wege stehen.
Vielen Dank für ihr Verständnis,

mit besten Grüßen,
Florian Buchner (Moderation)

Kommentar Nr. 2

Weniger fliegen macht weniger Lärm

2

Also den heiligen St. Florian würde ich jetzt auch nicht bemühen wollen - "zünd' meines Nachbarn Häuschen an" ...

Wie wäre es, wenn man sich einfach auch mal Gedanken darüber macht, ob es die Fliegerei in diesem Ausmaß überhaupt braucht? Als die Eröffnung des BER im Juni verschoben wurde musste ich lesen, dass ein Fluglärm-Initiativler aus Spandau traurig war, weil er einen Flug für diesen Tag von BER gebucht hatte, der nun nicht stattfand. Was ist denn das? "Wenn die nicht mehr über mein Haus donnern, kann ich ja endlich fliegen, fliegen, fliegen!"?

Fluglärm kommt nur bedingt von "denen da oben". So lange wir in die Flieger steigen, weil's sooo billig ist oder schick klingt, wird sich da wenig ändern. Also auch bitte ein bisschen an der Mobilitätskultur arbeiten.

Kommentar Nr. 3

Wer BER sät, wird Lärm ernten ... Flugverkehrszuwachs in Tegel verlärmt Spandau

3

Die Lage von Tegel war durch den kalten Krieg und der Insellage West- Berlins bestimmt.

SXF war noch nie beliebt doch es ist gegenüber den Anwohnern von Tegel unfair das diese die Hauptlast des Lärms und Abgase nun tragen sollen.

Ds Inseldenken und Lobbyismus haben dazu gefübhrt das ein ungeeigneter Standort entgegen jeglicher Vernunft und Sachverstand politisch mit alen Mittel durchgestzt wurde.
Eine Immobilie die falsch genutzt wird bringt keine Einnahmen doch das scheinen unsere Bruchpiloten zu verdrängen.

WEnn endlich auch mehr Solidarität durch die Bürger rund um Tegel efolgen würde, für eine Neuplanung und einen geeigneten Standort würde das Theater bestimmt schneller
bendet werden können.

Beste GRüße G.F.

Kommentar Nr. 4

Flughäfen Tegel und künftig BER

4

Beide Flughäfen belasten in unakzeptablerweise dicht besiedelte Gebiete in Berlin Brandenburg. Beide Standorte sind allenfalls für stark begrenzte Flugverkehrsemengen geeignet, die zZt. bereits überschritten sind.

Angesichts der voraussichtlich für alle Zeiten zu erwartenden Defizite des Flughafens BER auf Kosten der Steuerzahler und vor allem der gesundheitlichen Belastung der über 1 Mio betroffenen Menschen der Region
muss der Flugverkehr gesetzlich gedeckelt werden.

Auch die Einführung von kostendeckenden Mindest-Flugpreisen könnte den rücksichtslosen Größenwahn der Luftverkehrs-Befürworter begrenzen.

Preuter

Kommentar Nr. 6

Stop

6

Nicht nur Spandau ist betroffen!

Kommentar Nr. 7

Die Flugpreise sind ein Witz, hier könnte der Staat ordentlich Gebühren/Steuern abgreifen

7

Der touristische Flugzirkus kann leicht durch satte staatliche Zwangsabgaben geregelt werden. Mann muss nicht vierteljährlich zu sexuellen Eskapaden z. B. nach Thailand fliegen, Geschenke müssen nicht in NY oder London eingekauft werden! Berlin braucht keine versoffenen Touris die zu zehnt in einer 'Ferien-Wohnung' übernachten, unsere Stadt verschmutzen und lediglich die schwarzen Kassen einiger Clubbetreiber füllen.

Kommentar Nr. 8

Nachtruhe von 22-6:00 gilt für Alle

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... für Autofahrer, für Partys, Open Air-Konzerte, warum nicht für Flugzeuge?

Kommentar Nr. 9

Tegel gegen Schönefeld - warum lassen wir uns gegeneinander ausspielen?

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Als es um das Volksbegehren gegen den Nachtflug am BER ging, haben 3 Leute aus dem Norden für ein Verbot von 22-6:00 gestimmt. Es gab kein Mitgefühl, keine Fürsprecher für die Menschen, Kinder, alte Leute, Erholungssuchende, die in Köpenick und Brandenburg nachts nur 5 Stunden Schlaf finden sollen.

So haben die Oberen es immmer mit uns gemacht: teile und herrsche!

Es ist an der Zeit zu begreifen, dass es bei innerstädtischen Flugplätzen oder solchen, die so dicht an der Stadt liegen wie der BER, die meisten Flüge über die Stadt gehen, egal ob es Flugrouten gibt oder nicht. Ab 1.500 m Höhe kann jeder fliegen wie er will! D.h. der Müggelsee ist ein Einfahrtstor in die Stadt.

Daraus folgt: ein internationaler Großflughafen sollte nicht so dicht an einer Großstadt gebaut werden. So bleiben nur noch 2 Möglichkeiten:
1. Der BER wird wie geplant ein Regionalflughafen ohne Drehkreuz
2. Einen internationalen Großflughafen sollte man in z.B. Sperenberg bauen.

Kommentar Nr. 10

Auch tagsüber ist es in Spandau unerträglich

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Der Flugärm ist ein ständiges Zu- und Abnehmen im Minutentakt. Dem Profitdenken der Fluggesselschaften für Abflüge in Tegel muss doch auch endlich mal der Schutz der Bürger entgegenstehen.
Bis BER in Betrieb geht, sind die Flüge gleichermaßen auf Schönefeld und Tegel aufzuteilen!

Kommentar Nr. 11

Nachtruhe

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Nachtflugverbot wie für Autos die Zone 30 zum Lärmschutz

Kommentar Nr. 13

jetzt ist es amtlich!!!

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Der Flughafen Tegel hatte Januar 4,6 Prozent mehr Passagiere abgefertigt.

Schönefeld, wie selbst verständlich, gab es eine Abnahme von 10 Prozent.

Kommentar Nr. 14

Mein Mitgefühl habt Ihr!

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Es ist in dieser Stadt scheinbar nicht möglich , das Verkehrsprojekte zum Wohle des Menschen zu gestalten! Ja wir wollen mobil sein. Nur die Mobilität die uns dort die Fluggesellschaften verkaufen wollen belasten in so starken Maßen die Steuerzahler und Krankenversicherten, so das der eine erreichte Sparpreis darüber nicht hinwegtäuschen darf!
Das Flugaufkommen in Tegel merken auch wir am Müggelsee jetzt schon, wenn auch natürlich nicht so Stark wie in Tegel oder Spandau.
Es darf doch aber nicht die Lösung sein, das eine neuer Flughafen noch mehr Menschen belastet, das ist weder Zeitgemäß noch Verantwortungsbewusst. Das dient einzig und Allein dem Profit der Fluggesellschaften, den wir mit unsern Steuergeldern mehren.
Deshalb lasst uns solidarisch sein, lasst uns um ein Nachtflugverbot zwischen 22:00 und 6:00 Uhr kämpfen an allen deutschen Flughäfen, da zur zeit alle über bewohnten Gebieten angeflogen werden! Lasst Euch nicht für Dumm verkaufen! Es geht nicht darum den Lärm von einem zum anderen zu verschieben, sondern um die Vermeidung! Da muss man sich schon mal die Frage stellen, ob es immer mehr Flugbewegungen sein müssen, oder ob es nicht auch sinnvolle alternativen gibt?
Wenn wir für unser vereintes Berlin wirklich ein Drehkreuz brauchen, dann bitte an einem Standort, der das auch hergibt!
Mit besten Grüßen vom Müggelsee!

Kommentar Nr. 15

Wer BER sät, wird Lärm ernten ... Flugverkehrszuwachs in Tegel verlärmt Spandau

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Schon der Name ist Programm:
BER = Berliner Esel Regieren

Kommentar Nr. 17

St. Florian

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Haben die Anwohner Schönefelds weniger Rechte? Anders als im Umfeld von Tegel gibt es für die Anwohner des BER keinen Schallschutz!